Libanesische Armee bombardiert Flüchtlingssiedlung
Aktualisiert

Libanesische Armee bombardiert Flüchtlingssiedlung

Die libanesische Armee hat am Samstag die Flüchtlingssiedlung Nahr al-Barid unter starken Beschuss genommen.

Die Angriffe richteten sich gegen den Bereich der Siedlung, in dem sich islamistische Extremisten der Fatah al-Islam verschanzten, wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtete. Aus der Umgebung waren schwarze Rauchwolken und mehrere Brände zu sehen.

Am Freitagabend hatten die Streitkräfte erklärt, ihre Kontrolle über das umkämpfte Lager immer weiter ausbauen und die Bewegungsfreiheit der Islamisten einschränken zu wollen.

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen die palästinensischen Flüchtlinge im Nordlibanon mit insgesamt mindestens 15 Millionen Dollar unterstützen. Medienberichten zufolge soll das Geld vor allem Familien zugute kommen, die vor den Kämpfen aus Nahr alBarid geflohen sind.

Von ursprünglich 31 000 Palästinensern leben derzeit noch rund 2000 Zivilisten unter schwierigsten Bedingungen in Nahr al-Barid, einer von zwölf Siedlungen, in denen seit Jahrzehnten hunderttausende palästinensische Flüchtlinge in Libanon untergebracht sind. Seit Beginn der Kämpfe am 20. Mai wurden 134 Menschen getötet.

(sda)

Deine Meinung