Libanon: Luftbrücke für Haustiere
Aktualisiert

Libanon: Luftbrücke für Haustiere

Der Bombenkrieg im Libanon hat nicht nur menschliches Leid hinterlassen. Auch zahllose Haustiere haben gelitten. Gestern wurden 300 verlassene Hunde und Katzen in die USA geflogen.

Organisiert worden ist die Luftbrücke von der amerikanischen Tierschutzorganisa-tion Best Friends zusammen mit libanesischen Tierschützern. Tausende von Ausländern, die im Libanon lebten, mussten während der israelischen Bombardierung im Juli und August das Land verlassen – ihre Haustiere durften sie in den allermeisten Fällen nicht mitnehmen.

«Dies ist zweifellos die grösste Tierluftbrücke, die wir in Übersee je organisiert haben», sagte Michael Mountain, der Präsident von Best Friends, der grössten Tierschutzorganisation in den USA. Ein Frachtflugzeug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten brachte die Tiere gestern von Beirut nach Las Vegas. Anschliessend sollten die Neuankömmlinge mit Lastwagen zu einem Tierheim von Best Friends nach Kanab im Süden des benachbarten Staates Utah transportiert werden. Nach einer tierärztlichen Untersuchung und einem Wesenstest kommen die Tiere dann zu ihren neuen Herrchen und Frauchen.

«Wir haben bereits eine Menge Anfragen von Leuten, die die Hunde und Katzen aufnehmen wollen», sagte Mountain. Die Kosten für die Luftbrücke belaufen sich nach seinen Angaben auf rund 300'000 Franken, die zumeist durch Spenden von Tierfreunden aufgebracht wurden.

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