Libanon zu sofortiger Präsidentenwahl aufgerufen
Aktualisiert

Libanon zu sofortiger Präsidentenwahl aufgerufen

Ranghohe Politiker aus dem Nahen Osten, Europa und den USA haben den Libanon zur unverzüglichen Wahl eines Präsidenten aufgerufen.

Die Teilnehmer der Pariser Geberkonferenz für die palästinensischen Gebiete brachten darüber hinaus ihre Besorgnis über die neuerliche Gewalt in dem Nahost-Staat zum Ausdruck. Dies betreffe insbesondere politisch motivierte Attentate. «Wir teilen eine tiefe Besorgnis über die anhaltende politische Krise im Libanon», hiess es in dem gemeinsamen Aufruf.

Die Präsidentenwahl wurde am Montag abermals verschoben und soll nun am 22. September stattfinden. Ursprünglich sollten die Abgeordneten schon im September einen Nachfolger für Präsident Emile Lahoud wählen. Dessen Amtszeit endete am 24. November, seitdem hat das Land kein Staatsoberhaupt mehr.

Die Wahl eines neuen Präsidenten scheiterte bislang an unüberbrückbaren Differenzen zwischen dem prowestlichen Regierungslager und der prosyrischen Opposition im Parlament. Anfang Dezember wurde General Michel Suleiman von der Parlamentsmehrheit als Kompromisskandidat nominiert. (dapd)

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