Bankgeheimnis: Libyen geisselt Bankgeheimnis
Aktualisiert

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Libyen hat vor der UNO-Vollversammlung das Bankgeheimnis scharf kritisiert. Libyens UNO-Botschafter geisselte Steuerparadiese, die Gelder waschen. Kürzlich hatte die Affäre um Hannibal Gaddafi zwischen Libyen und der Schweiz eine Krise ausgelöst.

Der libysche Botschafter Giadalla A. Ettalh prangerte am Montag während dem letzten Tag der Generaldebatte das Bankgeheimnis an. Er kritisierte die Länder, welche unter dem Schutz des Bankgeheimnisses Geldwäscherei betreiben würden.

Das Verhalten der Steuerparadiese, auf deren Konten illegale Gelder lägen, dürfe nicht mehr stillschweigend akzeptiert werden. Ettalh nannte in seinem Votum die Schweiz nicht namentlich.

Zwischen der Schweiz und Libyen hatte es in den vergangenen Monaten Spannungen gegeben, nachdem ein Sohn von Machthaber Muammar Gaddafi Mitte Juli in Genf vorübergehend festgenommen worden war.

Zwei Angestellte hatten Hannibal Gaddafi und dessen Frau der Nötigung, einfacher Körperverletzung und Drohung beschuldigt. Das Genfer Verfahren gegen das Paar war dann Anfang September eingestellt worden.

(sda)

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