Aktualisiert 13.02.2009 12:51

ABB-MitarbeiterLibyen: Hoffnung auf Freilassung

Neue Hoffnung auf die Freilassung des ABB-Mitarbeiters in Libyen. ABB-Finanzchef Michel Demaré hatte sich am Rand des WEF in Davos mit Saif Al-Islam Gaddafi getroffen. Der Gaddafi-Sohn zeigte sich aufgeschlossen.

Der ABB-Mitarbeiter wird seit Ausbruch der diplomatischen Krise zwischen Libyen und der Schweiz Ende Juli 2008 festgehalten. Nach einem vorübergehenden Gefängnisaufenthalt lebt er in der Schweizer Botschaft und darf das nordafrikanische Land nicht verlassen. Von der Sperre betroffen ist auch ein Nestlé-Mitarbeiter.

Natürlich sei das Aussendepartement in Bern der hauptsächliche Verhandlungspartner für Tripolis, sagte ABB-Sprecher Wolfram Eberhardt am Freitag. Der ABB-Manager habe aber gegenüber dem Sohn des Revolutionsführers die Sicht seines Unternehmens darlegen können. Eberhardt bestätigte einen entsprechenden Bericht des «Blicks».

Der libysche Gesprächspartner habe aufgeschlossen reagiert. Man hoffe nun, dass das Gespräch einen positiven Einfluss haben werde.

Verhältnis hat sich verschlechtert

Das Verhältnis zwischen Bern und Tripolis hatte sich im Sommer 2008 akut verschlechtert, nachdem die Genfer Polizei den Gaddafi-Sohn Hannibal und dessen Ehefrau aufgrund einer Anzeige von zwei Angestellten wegen Misshandlung vorübergehend festgenommen hatte.

Trotz des Rückzugs der Anzeige im September verbesserten sich die Beziehungen nicht. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey traf sich ebenfalls am Rande des WEF mit dem Sohn des Revolutionsführer Al-Gaddafi.

(sda)

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