«Gehört zum Fussball»: Lichtsteiner und das ewige Gerangel
Aktualisiert

«Gehört zum Fussball»Lichtsteiner und das ewige Gerangel

Stephan Lichtsteiner hat sich mit Juventus einen 3:0-Sieg bei Celtic Glasgow erkämpft. Der Schweizer stand bei Eckbällen regelmässig im Fokus und fiel dabei nicht wirklich positiv auf.

von
pre

Hitzkopf Stephan Lichtsteiner ist bekannt dafür, dass er auf dem Platz vor nichts zurückschreckt. Ob harte Tacklings oder Diskussionen mit dem Schiedsrichter, der Juventus-Verteidiger gibt immer 100 Prozent und bewegt sich dabei oft an den Grenzen des Erlaubten. So auch im CL-Achtelfinal-Hinspiel gegen Celtic Glasgow. Bei jedem Eckball liefert er sich mit Gegenspieler Gary Hooper ein unerbittliches Privatduell.

Im Strafraum wird gezogen, geschubst, geklammert und provoziert, was das Zeug hält. In der 37. Minute hat der spanische Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco genug und verwarnt sowohl Lichtsteiner als auch Hooper. Trotzdem beruhigen sich die Gemüter nicht, es geht im gleichen Stil weiter. In der 70. Minute hat der Schweizer Nationalspieler schliesslich Glück, dass er nicht vom Platz fliegt.

Lichtsteiners Hände immer oben?

Der 27-jährige Luzerner schubst vor einer Standard-Situation Celtic-Captain Scott Brown um. Nur wenig später greift sich Lichtsteiner an den rechten Fuss und geht ebenfalls zu Boden. Hat er etwa geschauspielert? Wohl nicht. In der Wiederholung ist zu sehen, dass Brown ihm zuvor auf den Fuss getreten ist. Ganz unschuldig ist Provokateur Lichtsteiner aber sicherlich nicht.

Nach dem Spiel verteidigte er sich. «Solche Duelle gehören zum Fussball», so Lichtsteiner, der die Verwarnung in der ersten Halbzeit nicht verstehen kann. «Ich hatte die Hände immer oben, deshalb konnte der Schiedsrichter eigentlich gar nie ein Foul pfeifen. Ich hatte nie Angst, dass er einen Penalty gibt oder mir die Gelb-Rote Karte zeigt.» Seine Aufgabe sei es gewesen, die Celtic-Spieler von Gigi Buffon fernzuhalten. «Denn wir wussten um ihre Stärke bei Standards.»

Lineker: «Ein lästiges menschliches Wesen»

Trotzdem: Freunde hat sich Lichtsteiner mit seinem Auftreten im Celtic Park keine gemacht. BBC-Experte Gary Lineker twitterte beispielsweise: «Lichtsteiner ist ein unglaublich lästiges menschliches Wesen.» Und Stoke-Stürmer Michael Owen schrieb: «Celtic hätte viel mehr verdient. Ich bin genervt, so viele dreckige Tricks der Italiener miterlebt zu haben.»

Lichtsteiner im Infight bei Eckbällen und Freistössen. (Quelle: YouTube)

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