Lidl Schweiz: «Mitarbeiter werden nicht überwacht»

Aktualisiert

Lidl Schweiz: «Mitarbeiter werden nicht überwacht»

Nach den Bespitzelungen in
Deutschland gerät Lidl Schweiz noch vor der Eröffnung unter Druck. Die SP St.Gallen und die
Unia fordern faire Arbeitsbedingungen.

von
Annette Hirschberg

Mit Miniaturkameras und Detektiven soll die Detailhandelskette Lidl in Deutschland ihre Mitarbeiter über Monate hinweg bespitzelt haben. Nun stellen SP und Unia Forderungen an den Discounter, der derzeit den Markteintritt in die Schweiz plant. «Wir erwarten faire Anstellungsbedingungen und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Angestellten», sagt Peter Olibet von der SP St.Gallen. Bereits hat Lidl Schweiz reagiert. Auf Anfrage von 20 Minuten heisst es: «Mitarbeiter werden nicht durch Kameras oder sonstige Massnahmen überwacht.»

Gemäss Sprecher Nico Lutz wird die Unia Lidl dennoch genau beobachten. Bereits mit Aldi machte die Gewerkschaft nämlich schlechte Erfahrungen. 2007 musste der Discounter angewiesen werden, die Überwachungskameras nicht mehr auf Kassiererinnen zu richten. Dafür berechtigt der Mitarbeitervertrag Aldi Suisse, Taschen, persönliche Schränke und Fahrzeuge ihrer Angestellten zu kontrollieren. «Dies dient der Vertrauensbildung im Team; wir wollen Verdächtigungen verhindern», sagt Sprecher Sven Bradke.

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