Aktualisiert

Lidl zieht sich still und leise aus der Schweiz zurück

Diskret wie der deutsche Discounter Lidl in der Schweiz angetreten ist, macht er sich jetzt wieder vom Acker: Drei Expansionsbüros werden geschlossen.

Lidl reduziert sämtliche Aktivitäten auf die Zentrale in Frauenfeld und schliesst die Expansionsbüros in Bern, Basel und Lausanne, wie die «SonntagsZeitung» gestern berichtete. Für jedes Expansionsbüro arbeiten vier bis sechs Akquisiteure und zwei Sekretärinnen sowie ein Immobilienleiter. Die Aufgabe der Büros war es, Bauland für künftige Filialen sicherzustellen.

Grund für den Rückzug von Lidl aus der Schweiz sei der Ausbau der Denner-Kette um gut einen Viertel auf über 700 Filialen. Denn Denner führt ein ähnliches Sortiment wie Lidl.

Auch gegenüber dem schärfsten Konkurrenten Aldi ist Lidl ins Hintertreffen geraten. Während Aldi in den nächsten Wochen vier bis sechs Filialen eröffnen wird, kämpft Lidl immer noch um ein Logistikzentrum.

Kostspielig wird es für Lidl aber nicht, seine Schweiz-Pläne zu begraben. Sämtliche Verträge enthalten eine Rückzugsklausel. Lidl hat seine Mitarbeiter in der Schweiz nur auf Vorbehalt eingestellt.

Ein erstes Projekt hätte eine Vorzeigefiliale in Frauenfeld sein sollen. Die Baubewilligung liegt seit einem Jahr vor – gebaut wurde aber bis heute nicht.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.