Aktualisiert 11.01.2012 15:39

Verspielter AntragLiebe geht durch Lego

Um seine Liebste vor den Traualtar zu führen, hat sich ein US-Filmemacher etwas Besonderes ausgedacht: Mit einem Kurzfilm gespielt von herzigen Lego-Männchen präsentierte er ihr seinen Hochzeitsantrag.

von
bee

Es gibt viele Wege, dem geliebten Menschen einen Heiratsantrag zu machen. Ob ein Flugzeug den Antrag auf einem Spruchband in den Himmel trägt, nach dem Abspann des eben geschauten Kinofilms der Platz auf der Leinwand für den eigenen Kurzfilm Projektionsfläche wird oder ein romantisches Picknick in trauter Zweisamkeit am Waldrand inszeniert wird: Der Kreativität, wie Mann um die Hand der Angebeteten anhält, sind kaum Grenzen gesetzt. Die einen mögen es publikumswirksam im Fussballstadion, die anderen bevorzugen die intimere Atmosphäre bei einem Candle-Light-Dinner in den trauten vier Wänden.

Punkto Originalität stellt der Amerikaner Walt Thompson viele potenzielle Hochzeitskavaliere in den Schatten. Um die Hochzeitsglocken läuten zu lassen, hat der Filmemacher aus Atlanta für seine Freundin einen Kurzfilm gedreht – mit animierten Lego-Männchen, die die Stationen des Liebeslebens der beiden vom Kennenlernen bis zum Traualtar detailverliebt nachspielen.

22 Stunden hat er im stillen Kämmerchen fotografiert und unzählige weitere damit verbracht, das Filmmaterial zusammenzuschneiden. 2600 Fotoaufnahmen wurden so penibel zu einem dreiminütigen Kurzfilm arrangiert. Damit Partnerin Nealey Dozier keinen Wind von der Überraschung bekam, musste er sich einer kleinen Notlüge bedienen: Er schreibe an einem Gedicht, gaukelte er der ahnungslosen Freundin vor. Spätestens als Dozier dann vor dem DVD-Player stand, dürfte sie ihrem Freund die Lüge wohl verziehen haben.

Heiratsantrag bei Basketballspiel

«Ich hörte sein Herz wild rasen»

«Er sagte mir, ich solle die Wiedergabetaste drücken», erzählt Dozier der Huffington Post, «dann stand er hinter mir. Ich konnte sein Herz wild rasen hören und spürte seine zitternden Hände, die meine umfassten. Schnell wurde mir klar, dass er da kein Gedicht geschrieben haben konnte.» Gebannt schauten sie in den TV, bis zur Stelle als die Worte «Willst du mich heiraten?» erschienen. «Ich ging in die Knie und holte die Lego-Braut und den Lego-Bräutigam, der einen Diamantring in den Händen hielt, aus meiner Schachtel», beschreibt Thompson den unvergesslichen Moment.

«Ich war total aufgeregt und konnte meine Gefühle nicht kontrollieren», erzählt eine überwältigte Dozier. Was sie zu sehen bekam, war eine detailgetreue Nacherzählung der gemeinsam erlebten Zeit. Selbst die Kleider, die die Lego-Männchen zierten, stimmten mit jenen überein, welche sie an ihrem ersten Date trugen. Auch einen Einblick ins Alltagsleben gewährt der Film. Er zeigt die zukünftige Braut, die als Gastrokritikerin arbeitet, wie sie mit allerlei Lebensmitteln hantiert, während Thompson sie dabei fotografiert. Dann sieht man das Spielzeugpärchen beim innigen Kuss und schliesslich mit der ganzen Gästeschar bei der Hochzeitszeremonie. Unterlegt ist die Animation mit dem Song «Don't wait too long» von Madeleine Peyroux.

Ob all der Bewunderung über das kleine Meisterwerk ihres Freundes, vergass die Angetraute beinahe das Wichtigste: «Wir küssten uns etwas unbeholfen, dann hatte ich so viele Fragen und wollte wissen, wie er das alles gemacht hatte. Erst zehn Minuten später realisierte ich, dass ich noch nicht einmal Ja gesagt hatte. Der arme Kerl musste so lange qualvoll ausharren, bis er endlich eine Antwort erhielt.»

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Der umwerfende Heiratsantrag im Kino

(Video: YouTube)

It's Showtime

(Video: YouTube)

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