Basel: «Liebe Piraten» – Feuerwehr löst Rätsel um Flaschenpost im Rhein
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Basel«Liebe Piraten» – Feuerwehr löst Rätsel um Flaschenpost im Rhein

Bei einer Übung auf dem Rhein wurde die Ausbildungseinheit der Berufsfeuerwehr vor eine ungewöhnliche Aufgabe gestellt. Auftraggeber waren rund 20 Kindergärtner.  

von
Vanessa Travasci
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Bei einer Übung der Übungseinheit der Berufsfeuerwehr Basel-Stadt kam es zum Fund einer Flaschenpost. Darin waren ein Dutzend Kinderzeichnungen, welche auf einen Piratenschatz hinwiesen. 

Bei einer Übung der Übungseinheit der Berufsfeuerwehr Basel-Stadt kam es zum Fund einer Flaschenpost. Darin waren ein Dutzend Kinderzeichnungen, welche auf einen Piratenschatz hinwiesen. 

Facebook/Rettung Basel-Stadt
Über die Facebookseite «Rettung Basel-Stadt» machte die Feuerwehr auf den Fund der vielen Schatzkarten aufmerksam mit der Bitte, dass sich die «Piraten» melden sollen, um ihnen einen Schatz überreichen zu können. 

Über die Facebookseite «Rettung Basel-Stadt» machte die Feuerwehr auf den Fund der vielen Schatzkarten aufmerksam mit der Bitte, dass sich die «Piraten» melden sollen, um ihnen einen Schatz überreichen zu können. 

Facebook/Rettung Basel-Stadt
Eine Woche nach dem Fund der Flaschenpost mit den Schatzkarten, besuchte die Feuerwehr den Kindergarten in Riehen und brachte Süssigkeiten vorbei. Auch durften die Kinder aufs Feuerwehrauto sowie Helm und Ausrüstung anziehen. 

Eine Woche nach dem Fund der Flaschenpost mit den Schatzkarten, besuchte die Feuerwehr den Kindergarten in Riehen und brachte Süssigkeiten vorbei. Auch durften die Kinder aufs Feuerwehrauto sowie Helm und Ausrüstung anziehen. 

Rettung Basel-Stadt

Darum gehts

Der Ausbildungsleiter der Berufsfeuerwehr, Urban Grossholz, hatte für die letzte Woche am Mittwoch eine Übung auf dem Wasser für seine Einheit geplant. Dies im Rahmen der Nautikausbildung. «Meistens holen wir nebenbei Plastikflaschen oder weiteren Müll aus dem Wasser, welcher den Rhein hinuntertreibt. Doch als wir die Flasche öffneten, waren lauter Kinderzeichnungen darin. Damit haben wir nicht gerechnet, es war reiner Zufall», sagte er gegenüber 20 Minuten. Eine Aspirantin habe die Flasche an Bord geholt. Darin befanden sich knapp zwei Dutzend Zeichnungen von Kindergarten-Kindern, welche wohl auf einen versteckten Schatz hindeuteten. Die Flasche habe auch bereits Wasser im Inneren gehabt. Ein paar Stunden später wäre sie wahrscheinlich untergegangen. 

Die Einheit entschied, den Fund am letzten Samstag auf der Facebookseite der Rettung Basel-Stadt zu posten. Darin forderten sie die «Piraten» auf, sich zu melden, damit ihnen ein Schatz überreicht werden kann. Dieser wurde fleissig geteilt, bis sich tatsächlich die Kindergarten-Lehrerin unter dem Post meldete. 

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Post der Rettung Basel-Stadt.

Post der Rettung Basel-Stadt.

Facebook/Rettung Basel-Stadt
Reaktion der Klassenlehrperson.

Reaktion der Klassenlehrperson.

Facebook/Rettung Basel-Stadt

Flaschenpost endet mit Besuch von der Feuerwehr

«Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es mit der Flaschenpost weitergeht, doch Eltern zeigten mir den Facebookpost, woraufhin ich Kontakt aufnahm. Dass durch unsere Aktion ein Besuch von der Feuerwehr folgte, war eine Überraschung», erzählte die betroffene Klassenlehrperson.

Sie sei am Mittwoch der letzten Woche mit den Kindern auf einem Ausflug gewesen. Dort hätten sie die Flaschenpost ins Wasser geworfen. «Aktuell behandeln wir in der Klasse das Thema Piraten. Dabei bereiten die Kinder ein Theater vor und schauten eine Unterwasserdokumentation. Anhand des Films zeichneten die Kinder frei aus dem Kopf eine Schatzkarte mit allem, an was sie sich aus dem Film erinnern konnten. Mit diesen füllten wir dann die Flasche, welche als Flaschenpost den Rhein runtertreiben soll», so die Lehrerin. 

Grosse Bescherung im Kindergarten

Nach genau einer Woche kam es zum grossen Event. Die Feuerwehr Basel-Stadt besuchte den Kindergarten in Riehen. Ein Feuerwehrmann und eine Feuerwehrfrau besuchten die Kinder mitsamt Feuerwehrauto und überreichten ihnen einen Schatz. «Die Kinder waren so begeistert. Sie waren richtig glücklich über den Besuch», so die Lehrperson. Die Kinder hätten aufs Auto steigen können sowie Helm und Feuerwehrkleider anziehen. «Sie waren noch den ganzen Tag euphorisch», ergänzt sie. Auch wurden den Kindern Feuerwehrauto-Bastelbögen und Bonbons als Schatz überreicht. 

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