«Whatever Works»: Liebe sich heiss, wer kann
Aktualisiert

«Whatever Works»Liebe sich heiss, wer kann

Woody Allens jüngste Stadtneurotiker-Ballade sprüht nur so vor Witz und Charisma.

Das von chronischem Pessimismus geprägte Weltbild des gescheiterten Physik-Professors Boris Yellnikoff (Larry David) wird noch schwerer erschüttert, als ihm vor seiner New Yorker Wohnung die junge Ausreisserin Melody (Evan Rachel Wood) in die Arme fällt. Mit naiver Selbstverständlichkeit quartiert sich die Schönheit aus Mississippi bei dem paranoiden Besserwisser ein und verliebt sich in ihn, was in eine ungleiche, aber erstaunlich erfüllte Ehe mündet. Doch die Ankunft von Melodys sittenstrengen Eltern (Patricia Clarkson und Ed Begley Jr.) stört die vermeintliche Idylle.

Nach mitreissenden Liebesgeschichten in London («Match Point») und Barcelona («Vicky Cristina Barcelona») inszenierte Woody Allen endlich wieder eine New York Story. «Whatever Works» ist ein dialogstarkes Plädoyer für Gelassenheit, Toleranz, Authentizität und Sex.

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