Aktualisiert 09.02.2015 12:37

Carlo Janka

«Lieber 7., dann müsste ich den Mist nicht mitmachen»

Beat Feuz und Carlo Janka konnten ihre gute Ausgangslage in der Super-Kombi nicht nützen. Schuld war auch das Wetter.

von
Adrian Hunziker, Beaver Creek
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Sonntag, 08. Februar 2015:Marcel Hirscher heisst der neue Super-Kombinations-Weltmeister. Kjetil Jansrud und Ted Ligety komplettieren das Podium.

Sonntag, 08. Februar 2015:Marcel Hirscher heisst der neue Super-Kombinations-Weltmeister. Kjetil Jansrud und Ted Ligety komplettieren das Podium.

AFP/Ezra Shaw
Im Slalom startet der Österreicher mit der Startnummer 1 aufgrund des Sturzes von Ondrej Bank aus der Abfahrt und gewinnt mit einer soliden Leistung im Stangenwald.

Im Slalom startet der Österreicher mit der Startnummer 1 aufgrund des Sturzes von Ondrej Bank aus der Abfahrt und gewinnt mit einer soliden Leistung im Stangenwald.

Keystone/Expa / Johann Groder
Kjetil Jansrud nimmt 3,16 Sekunden Vorsprung mit in den Hang und kann Hirscher dennoch nicht übertrumpfen. Trotzdem reicht es für den Norweger zu Silber.

Kjetil Jansrud nimmt 3,16 Sekunden Vorsprung mit in den Hang und kann Hirscher dennoch nicht übertrumpfen. Trotzdem reicht es für den Norweger zu Silber.

Keystone/George Frey

Da wäre mehr drin gewesen. Aber die Schweizer konnten in der Super-Kombination die gute Ausgangslage aus der Abfahrt im Slalom nicht runterbringen. Das hatte auch mit den hohen Temperaturen zu tun. «Wäre die Slalompiste so gewesen wie bei der Abfahrt, wäre sicher mehr drin gelegen. Wenn man aber bei plus 10 Grad fahren muss und die Piste so nachlässt, dann hat man gegen Hirscher und Ligety keine Chance. Wir betreiben halt eine Sportart, die draussen stattfindet», sagte Beat Feuz, der nach der Abfahrt Zweiter war, letztlich aber auf den 14. Rang zurückfiel.

Carlo Janka gab zu, dass bei ihm bereits der erste Teil nicht stimmte: «Die Abfahrt war schlecht. Schon in der Abfahrt vom Samstag habe ich unten viel zu viel Zeit verloren ohne ersichtlichen Fehler, ich weiss nicht warum. Diesen Rückstand, den ich jetzt habe, muss ich in der Abfahrt rausholen nicht im Slalom.» Der Bündner wurde am Ende guter Sechster, damit kaufen konnte er sich aber nichts. Er meinte gar: «Ich wäre lieber Siebter, dann müsste ich den Zauber am Abend nicht durchmachen. So muss ich allen Mist mitmachen.» Er meinte damit die Medaillenfeier, bei denen die ersten sechs Fahrer anwesend sind.

Feuz hat keine Zeit, mehr Slalom zu trainieren

Der Ice-Man attackierte im Slalom, doch die Piste sei bereits gezeichnet gewesen, er habe nicht mehr so fahren können, wie er das gewollt habe. «Ich traf teilweise die Spuren nicht.» Feuz hingegen weiss, dass er im Slalom Defizite hat. «Das hängt auch damit zusammen, dass ich wenig Slalom trainiert habe. Mehr liegt aber während der Saison einfach nicht drin.» Der Emmentaler sagte, Silbermedaillengewinner Kjetil Jansrud sei sehr gut Slalom gefahren: «Es wäre eigentlich mein Ziel gewesen, so wie er Slalom zu fahren. Aber dazu fehlt mir derzeit einfach etwas.»

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