Do-it-yourself: Lieber am Auto schrauben als am Haus werkeln
Aktualisiert

Do-it-yourselfLieber am Auto schrauben als am Haus werkeln

Schweizer erledigen viele kleine Arbeiten an ihrem Auto selbst. Sie investieren mehr Zeit in ihr Fahrzeug als ins Zuhause. Das zeigt eine Umfrage von Comparis.

von
dno
Solange es einfach ist, werkeln Schweizer selber am Auto.

Solange es einfach ist, werkeln Schweizer selber am Auto.

Arbeiten am Auto können rasch ins Geld gehen – vor allem, wenn sie von einem Garagisten gemacht werden. 91 Prozent der Autobesitzer in der Schweiz führen deshalb mindestens eine von zehn typischen Arbeiten an ihrem Fahrzeug selber aus. Das zeigt eine Umfrage von comparis.ch.

«Viele wollen sich diese Auslagen sparen», sagt Comparis-Sprecher Felix Schneuwly. Dinge wie Scheibenwischer-Wasser nachfüllen oder Ölstand überprüfen sind sehr weit verbreitet: 91 beziehungsweise 82 Prozent der Autohalter erledigen solche Dinge selber.

Werkeln, solange es einfach ist

Solange es einfach ist, wird viel am Auto gewerkelt. Drei Viertel der Befragten prüfen den Reifendruck selbst, über zwei Drittel stellen den Reifendruck auch selber ein, fast die Hälfte aller Autohalter wechseln selbst die Reifen. Auch Lackausbesserungen und die Behandlung kleiner Kratzer oder Rostflecken sind typische Arbeiten, die viele Autolenker selber machen.

Das Soundsystem hingegen wird den Profis überlassen. Auch Reparaturen trauen sich die wenigsten zu. «Sobald es um spezialisierte Arbeiten geht, vertrauen nur wenige Autohalter ihrem eigenen Können», so Felix Schneuwly. Auch der Ölwechsel fällt unter die Arbeiten, die wenige selbst erledigen.

So stellt sich BMW das Auto der Zukunft vor

Mehr Zeit fürs Auto als fürs Zuhause

Fürs Auto setzen die Schweizer viel Zeit ein: Jeder zweite Befragte, der ein Auto besitzt, werkelt pro Monat mehr als 165 Minuten am Auto oder im Haushalt. Bei Personen, die noch nie ein Auto hatten, beträgt diese Dauer höchstens 60 Minuten. Das legt den Schluss nahe, dass die Schweizer mehr Zeit fürs Auto einsetzen als fürs Zuhause.

Dies, obwohl man in der Regel weniger Zeit im Auto als daheim verbringt. «Für viele ist das Auto ein Hobby», so Schneuwly. Zudem würden die Besitzverhältnisse eine Rolle spielen: Ein Fahrzeug besitzt man in den meisten Fällen selbst – das Zuhause hingegen wird mehrheitlich gemietet.

Deine Meinung