Aktualisiert 01.08.2006 15:13

Lieber Drogenjäger statt Handtaschen-Hund

Sie wiegt nur drei Kilogramm und ist kaum länger als eine grosse Männerhand. Man würde «Midge», eine Chihuaha-Terrier-Mischung, eher in Paris Hiltons Handtasche vermuten als bei der Polizei als Drogenjägerin.

Doch die sieben Monate junge Hündin soll bald Dealer das Fürchten lehren: Midge ist die jüngste Mitarbeiterin der Drogenfahndung im Landkreis Gaugea des US-Staats Ohio, wie ihre schwarze Weste mit der Aufschrift «Sheriff» beweist.

Die Idee, den weissen Welpen mit braunem Kopf zur Drogenfahnderin auszubilden, stammt von Sheriff Dan McClelland. Midge, kurz für «Midget», was soviel wie «Winzling» bedeutet, könne es an Entschlossenheit und Spürsinn mit jedem Schäferhund aufnehmen, ist der Polizist überzeugt. Und beim Durchsuchen etwa von Bücherregalen oder kleinen Taschen sei das wendige Tierchen seinen grossen Artgenossen gegenüber klar im Vorteil. Grössere Spürhunde machen bei der Durchsuchung von Wohnungen oder Autos öfter mal etwas kaputt, was der Polizei bereits Schadenersatzklagen eingebracht hat.

Dass sie Einrichtungsgegenstände nicht anrühren darf, muss Midge allerdings auch noch lernen: Bei McClellan, der sie nach dem Dienst mit nach Hause nimmt, hat sie schon ein grosses Loch in den Teppich genagt. (dapd)

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