Lieber Exotisches als Französisch
Aktualisiert

Lieber Exotisches als Französisch

«Hi», «salut» und «ciao» sind out: Heute wollen Innerschweizer auf Russisch, Rätoromanisch oder Chinesisch grüssen können.

Am Institut für Aktives Lernen in Baar ist zurzeit Russisch hoch im Kurs. «Und in Rätoromanisch konnten wir sogar einen Gruppenkurs starten», freut sich Schulleiterin Cristina Christen.

«Exotische Sprachen sind momentan sehr beliebt», fasst Nancy Periales (41) zusammen. An ihrer Sprachschule Liceo in Luzern sind Lektionen in Serbisch, Chinesisch oder gar Philippinisch stets besser gebucht. Da büffeln nicht nur Sprachliebhaber Wörter, sondern auch Banker und Juristen. «Oder Pflegepersonal, das die Patienten verstehen möchte», ergänzt Periales.

«Noch vor zwei Jahren wollte kein Mensch Mandarin lernen», erinnert sich Kurt Krummenacher, Geschäftsführer von Boa Lingua. Inzwischen sind bereits die ersten Beflissenen aus dem Sprachaufenthalt in China zurückgekommen. «Chinesisch ist eine enorm schwierige Sprache», sagt Krummenacher. «Doch schon wer ‹hallo› sagen kann, macht sich in China Freunde.»

Eva Wirth

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