Streitgespräch: «Lieber illegal lebend als legal tot»
Aktualisiert

Streitgespräch«Lieber illegal lebend als legal tot»

Die Debatte zwischen SP-Frau Anita Fetz und Oskar Freysinger von der SVP zum Thema Waffenschutz-Initiative ist furios.

Hier sehen Sie den Zusammenschnitt der Debatte vom 3. Februar, 13 - 13.30 Uhr.

Kein Thema wird aktuell in der Schweiz so heftig diskutiert wie die Waffenschutzinitiative. Exklusiv für 20 Minuten Online kreuzten Anita Fetz von der SP und Oskar Freysinger von der SVP die Klingen. Die beiden schiessen scharf, die Fronten sind verhärtet. «Es gibt keinen einzigen plausiblen Grund gegen die Initiative», wirft Fetz ein. Das sieht Freysinger anders und verweist auf das Recht zur Selbstverteidigung: «Jeder Mafioso kann sich ganz einfach eine Waffe besorgen. Und wenn alle Schweizer keine Waffe haben, können die in jedes Haus ganz einfach einbrechen, weil sie ja wissen, die Leute haben keine Waffe, um sich zu wehren.»

Dem entgegnet die SP-Vertreterin vehement: «Über 2 Millionen Waffen, die in den Häusern lagern, bergen einfach ein gefährliches Potenzial. Niemand kann kontrollieren, ob die Armeewaffen nicht verkauft werden - zum Beispiel an Mafiosi.» Und sie verweist darauf, dass die Schweiz das einzige Land in Europa ist, in dem die Leute so massenhaft legal Schusswaffen zuhause lagern. Das ist aus SVP-Sicht auch gut so: «Überfälle werden immer gewalttätiger.» Bedenken wegen gefährlicher Selbstjustiz hat er keine: «Wenn es mir ans Leder geht, bin ich lieber ein illegaler Lebender als ein toter Legaler.»

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