Club-Boss George Becali verbietet Spielern Corona-Impfung
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Schutz gegen Corona unerwünscht«Lieber lass ich mich erschiessen» – Club-Boss verbietet Spielern Impfung

Am Wochenende stehen dem rumänischen Rekordmeister nur 14 Spieler zur Verfügung. Der Rest fällt wegen einer Corona-Infektion aus – auch weil Club-Boss George Becali gegen das Impfen poltert.

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George Becali verbietet Spielern und Mitarbeitern seines Clubs die Corona-Impfung.

George Becali verbietet Spielern und Mitarbeitern seines Clubs die Corona-Impfung.

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Ex-Politiker «Gigi» ist in Rumänien sehr umstritten.

Ex-Politiker «Gigi» ist in Rumänien sehr umstritten.

imago/Alex Nicodim
Bei FCSB fallen zahlreiche Spieler wegen Corona aus.

Bei FCSB fallen zahlreiche Spieler wegen Corona aus.

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Darum geht es

  • Beim rumänischen Fussball-Club FCSB Bukarest fallen zahlreiche Spieler mit einer Corona-Erkrankung aus.

  • Club-Boss George Becali verbietet Spielern und Mitarbeitern die Impfung.

  • Er würde sich eher erschiessen, als sich impfen zu lassen, meint der umstrittene Unternehmer.

Beim rumänischen Traditionsclub FCSB Bukarest brennt der Baum – aber so richtig. Gerade einmal 14 Spieler stehen diesen Samstag für das Meisterschaftsspiel zur Verfügung. Und der Rest? Der fällt wegen einer Corona-Infektion aus. Das gilt auch für Trainer Edward Iordanescu und seine Assistenten.

Schuld daran, dass der Virus beim rumänischen Rekordmeister derart ungehindert wüten kann, ist Club-Boss George Becali. Der Unternehmer und Ex-Politiker verbietet nämlich allen Spielern und Mitarbeitern von FCSB Bukarest, sich impfen zu lassen.

«Wenn ich eine Waffe neben der Impfung auf dem Tisch liegen hätte, würde ich mich eher erschiessen», wird «Gigi» vom rumänischen Fussball-Journalisten Emanuel Rosu auf Twitter zitiert. «Es gibt keine Impfung beim FCSB.»

«Hat jemand gesehen, wie ein Mann mit Glatze gut Fussball spielt?»

In Rumänien ist Becali berüchtigt für seine kontroversen Aussagen. Einst lästerte er über den Kurzhaarschnitt einer seiner Spieler. «Haben Sie jemals einen Fussballer mit Glatze gesehen, der mit der Nummer 10 spielt? Es ist unmöglich! Hat jemand gesehen, wie ein Mann mit Glatze gut Fussball spielt?», sagte der FCSB-Boss über polnischen Mittelfeldspieler Rafal Grzelak.

Bacali selbst war jahrelang als Politiker aktiv und gilt als ultrakonservativ. Der 63-jährige Unternehmer wurde bereits mehrfach zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt. 2006 wurde er zum grössten Homophoben des Landes gewählt. Zudem werden ihm rechtsradikale Tendenzen nachgesagt.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(law)

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