Sexgerüchte: Liebesaffäre macht Cameron «fassungslos»
Aktualisiert

SexgerüchteLiebesaffäre macht Cameron «fassungslos»

Eine mysteriöse Liebesaffäre erschüttert angeblich die britische Regierung. Dies behauptet ein Boulevardblatt – doch vieles bleibt im Dunkeln.

von
pbl
David Cameron und Ehefrau Samantha letzte Woche bei einem kurzen Ferienaufenthalt auf Ibiza.

David Cameron und Ehefrau Samantha letzte Woche bei einem kurzen Ferienaufenthalt auf Ibiza.

Der britische Premierminister David Cameron steht wegen seiner Europapolitik innerhalb seiner Konservativen Partei unter enormem Druck. Und nun hat die «Mail on Sunday» auf der Titelseite ihrer jüngsten Ausgabe eine vermeintlich sensationelle Enthüllung publiziert: Downing Street Nr. 10, der Amtssitz Camerons, werde durch «eine geheime Liebesaffäre erschüttert». Der Regierungschef sei «fassungslos» gewesen, als er die Identität der Beteiligten erfahren habe. Er habe die Brisanz der Story sofort erkannt und deswegen Krisensitzungen abgehalten.

Details zum Verhältnis, den Beteiligten und selbst über die Dauer könnten «aus rechtlichen Gründen» nicht enthüllt werden, schrieb das Boulevardblatt. Es handle sich um «Personen mittleren Alters», die Affäre sei inzwischen beendet, und Mitglieder des Kabinetts seien nicht involviert. Eine «hochrangige Quelle» bezeichnete die Enthüllung als «Dynamit». Man habe es nicht glauben können, als man erstmals davon erfahren habe. Neben den politischen Auswirkungen habe sie «unschuldigen Parteien grosses persönliches Leid» bereitet.

Wie bei John Major?

Die Öffentlichkeit werde über die Affäre genauso verblüfft sein wie über das Verhältnis zwischen dem früheren Premierminister John Major und der ehemaligen Ministerin Edwina Currie, schreibt die «Mail on Sunday». Dieses war zwei Jahrzehnte lang geheim gehalten und 2002 publik gemacht worden. Andere britische Medien haben bislang nur zögerlich auf die Story reagiert. Dafür wird im Internet intensiv über die Namen der Beteiligten spekuliert – wobei die Vermutungen bis in Camerons engstes Umfeld reichen.

Oder ist alles halb so wild? Phil Reilly, der stellvertretende Pressechef der Liberaldemokraten, die mit den Konservativen eine Koalition bilden, vermeldete auf Twitter, er habe die Namen des Liebespaars erfahren und sei «unbeeindruckt». Also doch nur ein medialer Hype? Der Journalismus-Professor und «Guardian»-Blogger Roy Greenslade bezweifelt es, denn dies entspreche nicht dem Naturell von «Mail on Sunday»-Chefredaktor Geordie Greig. Fortsetzung folgt … oder auch nicht.

Deine Meinung