«Eleni – Die Erde weint»: Liebesbeziehung mit vielen Hürden
Aktualisiert

«Eleni – Die Erde weint»Liebesbeziehung mit vielen Hürden

Der griechische Altmeister Theo Angelopoulos lässt in seinem neuen Film die Erde weinen.

Wie es der Titel schon sagt, ist «Eleni – Die Erde weint» eine ziemlich triste Angelegenheit: Alexis und Eleni wachsen in einem Dorf am Fluss auf. Sie empfinden Liebe füreinander. Alexis' Vater Spyros kommt damit nicht klar, denn er selbst möchte Eleni zu seiner Frau machen. Am Tag der geplanten Hochzeit mit Spyros flüchten Eleni und

Alexis – zurück bleibt ihr Schleier und eine heillose Wunde: Eleni wird sich wohl nie mehr mit der Bevölkerung des griechischen Dorfes versöhnen können.

Alexis kann dem Ruf der Freiheit nicht widerstehen und wandert ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten aus – Eleni soll nachreisen. Dazu kommt es allerdings nicht. Sie wird gefangen genommen und Alexis muss mit Amerika in den Zweiten Weltkrieg ziehen.

«Eleni – Die Erde weint» vom 69-jährigen Regisseur Theo Angelopoulos («Der Bienenzüchter») ist ein Machwerk von träger, trauriger Schönheit – die Kamera bewegt sich kaum, die Protagonisten marschieren entweder ins Bild hinein oder daraus heraus. Diese Technik wirkt konservativ-verstaubt und auf die Dauer (170 Minuten) ziemlich ermüdend. Dies ändert aber nichts daran, dass das politische Beziehungsdrama wunderbar fotografiert ist.

Benjamin Bögli

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