Liebesbriefe für den Knut-Papa
Aktualisiert

Liebesbriefe für den Knut-Papa

Die Zeiten vom Knuddel-Knut neigen sich dem Ende zu, dafür herrscht umso mehr Rummel um seinen Pfleger: Thomas Dörflein hat offenbar mit seiner liebenvolle Rolle als Bärenvater die Herzen der Damen erobert.

Knut ist mit gut 33 Kilo massig wie ein mittelgrosser Hund. Er zwickt und beisst, seine Schnauze wird immer länger. Noch bleibt es bei den Pflegern bei blauen Flecken. Vermutlich im Winter dürfte es aber mit dem Spielen im Gehege vorbei sein, schätzt Zoo-Tierarzt Andre Schüle.

Den Damen ist er sympathisch

Der Abnabelungsprozess hat schon begonnen. Früher hing Knut am Rockzipfel seines Ziehvaters Thomas Dörflein, jetzt erkundet er die ganze Anlage, berichtet der Tierarzt.

Während die Kinder bei den Vorführstunden im Berliner Zoo noch immer den Bären fixieren, erfreut sich sein Pfleger Thomas Dörflein bei den weiblichen Besucherinnen immer grösserer Sympathie.

So manche Verehrerin merkt während der Vorführung an, sie würde diesen «schicken Kerl nicht von der Bettkante stossen». Andere schreiben ihm Liebesbriefe oder lassen ihm - höchst eindeutige - Einladungen zukommen.

Den Bären-Fachmann, der am liebsten seine Ruhe hat, lässt die auf ihn übergeschwappte Begeisterung mehr oder weniger kalt. Doch die netten Briefe, wenn mit einem Rückporto versehen, beantwortet er gerne.

In der Öffentlichkeit kann sich der Tierpfleger nur noch eingeschränkt bewegen. Im Kaufhaus wird er angesprochen, wildfremde Frauen sind auf einen Kuss aus.

Bahnfahrten, Strassenfeste oder grössere Versammlungen meidet er wegen des Rummels. «Ich habe das alles nicht gewollt», sagt der begehrte Mann.

Sehen Sie in unserer Diashow, wie Knut in den letzten Monaten gewachsen ist.

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