Aktualisiert 08.02.2010 13:09

Aggressives BalzverhaltenLiebestolle Enten vetreiben Touristen

Einwohner des ländlichen Dörfchens Thirsk befürchten, dass sie schon bald keine Touristen mehr besuchen werden. Schuld daran ist das äusserst aggressive Verhalten von liebeskranken Enten.

Touristen strömen aus ganz verschiedenen Gründen nach Thirsk. Einerseits reisen sie nach North Yorkshire, um den mittelalterichen Marktplatz zu begehen. Oder sie sind Fan der 70er und 80er-Jahre-TV-Serie «Der Doktor und das liebe Vieh», welche in Thirsk spielte. Auf ihre Kosten kommen auch Pferdesportinteressierte auf dem Thirsk Racecourse. Die grösste Bedeutung haben aber die North York Moors, an deren Rand der Ort liegt.

Nun befürchten aber nicht wenige der 4700 Einwohner, dass die Touristen bald einen grossen Bogen um ihr Städtchen machen könnten. Grund dafür ist laut dem Daily Telegraph das aggressive Balzverhalten der Enten.

Handgreifliche Erpel

Insbesondere die Erpel werden handgreiflich, wenn sie sich ein Weibchen angeln wollen. Denn von denen gibt es laut Experten zu wenige, also ist den Männchen jedes Mittel recht, an die Mutter ihrer künftigen Kinder zu kommen. Als besonders bedrohlich würden Kleinkinder - und deren Eltern - das aggressive Erpelbalzen empfinden.

In Thirsk werden nun mögliche Lösungen diskutiert. Die Enten umzusiedeln wäre eine, aber es wird befürchtet, dass sie einfach wieder zurückkommen würden um ihren Balzterror weiterzuführen. Die Enten zu erschiessen wäre eine andere Möglichkeit, doch dies verbietet das Gesetz.

Nun soll sich das RSPB, die königliche Gesellschaft für den Schutz von Vögeln, der Sache annehmen. Bisher liess das RSPB verlauten, dass sie das Problem «interessant» finden.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.