Betrug im Internet: Liebestolle Frau schickt Betrüger 150'000 Euro
Aktualisiert

Betrug im InternetLiebestolle Frau schickt Betrüger 150'000 Euro

Im Kanton Solothurn überwies eine Frau 150'000 Euro an einen Internetbetrüger, welcher ihr Liebe und Romantik vorgaukelte. Fälle wie diesen gibt es immer häufiger.

von
bho
Die Polizei Solothurn warnt vor fiesen Betrügern, die auf die Karte Liebe setzen.

Die Polizei Solothurn warnt vor fiesen Betrügern, die auf die Karte Liebe setzen.

Keystone/Peter Schneider

Die Frau im Alter von Mitte Fünzig überwies dem angeblich im Gefängnis sitzenden Mann 150'000 Euro. Die Solothurnerin schickte ihm das Geld in fünf Tranchen, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilte.

Seit Anfang Jahr seien mehrfach Personen betrogen wurden, die durch Internetbekanntschaften und unter Vorgabe der «grossen Liebe» um ihr Geld erleichtert worden seien.

Die Betrüger treten gemäss Polizeiangaben über Partner- und Kontaktbörsen oder Single-Kontaktseiten im Internet auf. Sie suchten auch über soziale Netzwerke den Kontakt mit ihren späteren Betrugsopfern.

Rührselige Geschichten

Nach kurzer Zeit würden diese Liebes- und Romantik-Betrüger vorgeben, in ihrem Opfer die «grosse Liebe» gefunden zu haben. Die unbekannten Täter würden jeweils glaubhafte Geschichten erzählen, um so Geld zu ergaunern. Dieses würden sie zur Bezahlung von offenen Arztrechnungen, für eine Kaution oder zur Deckung von Reisekosten verwenden.

Die Kantonspolizei ruft dazu auf, misstrauisch zu sein, wenn jemand im Internet sehr schnell von der «grossen Liebe» rede. Vorsicht sei angebracht, wenn um Geld gefragt werde – auch wenn die Begründung noch so logisch und rührselig sei.

Auf keinen Fall solle Geld über einen Transferservice überwiesen werden. Die Überweisungen könnten nicht nachverfolgt werden. (bho/sda)

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