Aktualisiert 01.03.2008 09:22

Liechtenstein: Doch Rechtshilfe bei «Stiftungssteuerbetrug»

Auch im Fall von Stiftungen will Liechtenstein künftig die Rechtshilfe bei Steuerbetrug ermöglichen.

Dies sagte Regierungschef Otmar Hasler in einem Interview der «Neuen Zürcher Zeitung» von heute und verwies auf die Reformpläne des Fürstentums. Wichtig sei, dass der Informationsaustausch in Steuerfragen künftig nicht mehr an bestimmte Gesellschaftsformen und juristische Personen gebunden werde. Damit werde die Rechtshilfe auch bei Stiftungen möglich. Bisher war bei Steuerbetrug im Falle der direkten Steuern im Fürstentum keine Rechtshilfe möglich. «Aber das ändern wir», sagte Hasler. Er gab sich überzeugt, dass die Gesellschaftsform der Stiftung unter dieser Reform nicht leiden, sondern gestärkt daraus hervorgehen werde. Die Regierung hatte die Revision des Stiftungsrechts unabhängig von der Steueraffäre mit Deutschland vorbereitet und kürzlich ans Parlament verabschiedet. Hasler verteidigte in dem Interview erneut das Instrumentarium des Fürstentums gegen Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und das organisierte Verbrechen und sagte, es sei griffiger als in vielen anderen Ländern. Dass das System funktioniere, sehe man auch daran, dass die Korruptionsaffäre beim deutschen Siemens-Konzern durch die Meldung einer liechtensteinischen Bank an die Staatsanwaltschaft des Fürstentums aufgedeckt worden sei. (dapd)

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