Aktualisiert 11.08.2009 10:30

SteuerstreitLiechtenstein ist für Briten keine Steueroase

Britische Kunden müssen auf dem Finanzplatz Liechtenstein künftig nachweisen, dass im Fürstentum deponierte Gelder versteuert werden. Liechtenstein hat sich im Abkommen mit Grossbritannien zur Steuerkonformität verpflichtet.

Steuerkonformität gemäss dem Abkommen bedeutet, dass Briten bis 2015 Zeit haben, in Liechtenstein deponierte und nicht deklarierte Gelder ihren Steuerbehörden zu melden oder sie aus dem Fürstentum abzuziehen. Bei der Legalisierung von Schwarzgeld erhalten sie bessere Konditionen als bei der angekündigten und im September anlaufenden britischen Steuernachzahlungsregelung.

Ab 2015 müssen Briten liechtensteinischen Finanzdienstleistern nachweisen, dass ihre Gelder beim Finanzamt gemeldet sind. Verlangen Banken oder Treuhänder in Liechtenstein keinen solchen Nachweis von ihren britischen Kunden, können sie dafür bestraft werden, wie es bei der Stabstelle für Kommunikation in Vaduz hiess.

Sichergestellt ist im Abkommen zwischen Liechtenstein und Grossbritannien, dass zu keinem Zeitpunkt Kundendaten aus dem Fürstentum an ausländische Steuerverwaltungen versandt werden, wie es weiter hiess. (sda)

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