Liechtenstein prüft Chemiekeule gegen Feuerbrand

Aktualisiert

Liechtenstein prüft Chemiekeule gegen Feuerbrand

Auch in Liechtenstein wird abgeklärt, ob zum Schutz der Obstbäume vor Feuerbrand Antibiotika eingesetzt werden sollen. Die Regierung hat eine Arbeitsgruppe gebildet, welche die Massnahme prüft.

Feuerbrand trat im Fürstentum erstmals 2001 auf. Die hochansteckende Krankheit wütete dieses Jahr stark. Rund 450 Obstbäume mussten bisher gefällt werden, wie ein Spercher des Landwirtschaftsamtes am Mittwoch auf Anfrage erklärte.

Wie in der Schweiz wurden Forderungen laut, die Verwendung des Antibiothikum Streptomycin zu erlauben. Das Mittel wird präventiv eingesetzt. Es kann verhindern, dass Feuerbrand-Bakterien über die Blüte eindringen und sich in der Pflanze vermehren. Andere wirksame Mittel sind nicht bekannt.

Für die Verwendung spricht die Möglichkeit eines gezielten, zeitlich begrenzten Einsatzes. Dagegen stehen Bedenken von Medizinern, dass sich beim Menschen Resistenzen gegen Antbiotika bilden könnten.

Auch wird nicht ausgeschlossen, dass Lebensmittel, zum Beispiel Honig, mit Streptomycin verunreinigt werden könnten, wie es in einer Mitteilung des Landwirtschaftsamtes heisst.

(sda)

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