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Liechtensteiner Fürst gegen Steuerpauschalen

Der Liechtensteiner Fürst Hans-Adam II. hält nichts von pauschalen Steuerabkommen für reiche Ausländerinnen und Ausländer. Wichtiger sei es, die Steuern generell zu senken

Dies sagte der Monarch in einem Zeitungsinterview.

Pauschal-Steuerabkommen seien in der Vergangenheit einmal von Vorteil gewesen, «als uns die heutige Steuerkraft noch fehlte», sagte Hans-Adam II., der am Mittwoch seinen 62. Geburtstag feierte, gegenüber der Tageszeitung «Liechtensteiner Vaterland».

Der Kleinstaat hat Pauschalabkommen nach Meinung des Fürsten gar nicht nötig: «Wenn ich mir die aktuellen Steuerrechnungen anschaue, stelle ich fest, dass nicht nur der Staat, sondern auch die Gemeinden erhebliche Überschüsse in den laufenden Rechnungen produzieren.» Mit der Steuerpauschalisierung, so der Fürst weiter, setze man sich auch «relativ rasch der Kritik aus».

Friedhöfe für Muslime

Im Interview offenbart sich der Monarch ausserdem als Verfechter der Religionsfreiheit: «Ich bin dafür, dass wir auch in Liechtenstein Friedhöfe für Muslime schaffen.» Christen erwarteten ja auch, dass sie als Minoritäten in den mohammedanischen Ländern die Möglichkeit hätten, Kirchen und Friedhöfe zu haben, um nach ihren Riten begraben zu werden.

Es gelte festzuhalten, dass «die mohammedanischen Länder lange Zeit toleranter als wir Christen waren». Und weiter sagte der Fürst: «Wenn wir intolerant sind, dürfen wir uns auch nicht beklagen, wenn die anderen intolerant sind.»

(sda)

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