Liechtensteiner schlucken Bank Linth

Aktualisiert

Liechtensteiner schlucken Bank Linth

Der Übernahmekampf um die Bank Linth ist entschieden. Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat 60 Prozent der Aktien und der Stimmen der LLB angedient erhalten und sich damit klar gegen die Glarner Kantonalbank durchgesetzt.

Bis zum Ablauf der Angebotsfrist am vergangenen Freitag wurden der LLB 451 289 Aktien der Bank Linth angedient. Dies sind 56 Prozent der ausgegebenen Aktien. Ausserdem hat die LLB weitere 31 848 Aktien börslich und ausserbörslich erworben. Das entspricht einem Anteil von weiteren 4 Prozent, wie die LLB am Montag mitteilte.

Das definitive Zwischenergebnis des Kaufangebots soll am Donnerstag veröffentlicht werden. Die LLB hatte für alle sich im Publikum befindenden Namenaktien 540 Fr. netto in bar geboten.

Die Glarner Kantonalbank räumte die Niederlage in einem eigenen Communiqué ein. Da die Bedingungen ihres ebenfalls am Freitag abgelaufenen Angebots von einer 66-prozentigen Andienung nicht erfüllt wurden, erkläre die GLKB das Angebot als nicht zu Stande gekommen.

Die Glarner Kantonalbank war Anfang November in die Offensive gegangen. Sie bot 350 Franken in bar sowie 130 Fr. über einen neu auszugebenden Partizipationsschein. Im Dezember eilte der ablehnenden Bank Linth die LLB zu Hilfe. Sie gab bekannt, sie wolle zwei Drittel übernehmen.

Die Bank Linth ist mit einer Bilanzsumme von 3,685 Mrd. Fr. per Ende 2005 nach eigenen Angaben die grösste Regionalbank der Ostschweiz. Mit ihren 233 Beschäftigten in 22 Geschäftsstellen erwirtschaftete sie 2005 einen Gewinn von 18,1 Mio. Franken. (sda)

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