Liechtensteinischer Staatsanwalt schwärzt Schweiz an
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Liechtensteinischer Staatsanwalt schwärzt Schweiz an

Die liechtensteinische Staatsanwaltschaft hat einen Medienbericht dementiert, wonach Geheimkonten der baskischen Terrororganisation ETA in Liechtenstein gefunden worden seien. Die Gelder seien stattdessen über Schweizer Konten geflossen.

Zwar seien die verdächtigen Gelder eines Spaniers von einer liechtensteinischen Stiftung verwaltet worden; verdächtige Zahlungen seien aber über ein Schweizer Konto der Stiftung abgewickelt worden, schreibt Staatsanwalt Robert Wallner am Montagabend in einer Medienmitteilung.

In Liechtenstein seien weder Konten noch Vermögenswerte gefunden worden. Der Spanier sei Erstbegünstigter der Stiftung gewesen, die die Treuhandfirma im März 1999 «über Auftrag einer Schweizer Bank» gegründet habe.

2006 wurde der Mann gemäss Wallner in Spanien wegen des Verdachts verhaftet, an Erpressungen der ETA beteiligt gewesen zu sein. Die Treuhandfirma habe darauf die liechtensteinischen Behörden informiert.

Am Sonntag hatte die spanische Zeitung «El País» berichtet, es seien aufgrund eines spanischen Ersuchens mehrere Liechtensteiner Konten gesperrt worden, auf denen Geld gelegen habe, das die ETA als so genannte Revolutionssteuer von baskischen Unternehmern erpresst habe.

(Notiz: Folgt mehr.)

(sda)

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