Grenzgänger: Lieferadress-Service im Hoch
Aktualisiert

GrenzgängerLieferadress-Service im Hoch

Ware im Ausland bestellen und ennet der Grenze abholen: Der Lieferadress-Service Burg in Weil boomt extrem – nun wurde eine zweite Halle eröffnet.

von
Denise Dollinger
Im Schnitt 500 bis 700 Kunden täglich: Andreas und Roland Burg hatten den richtigen Riecher. (DD)

Im Schnitt 500 bis 700 Kunden täglich: Andreas und Roland Burg hatten den richtigen Riecher. (DD)

Erst vor einem Jahr musste der Lieferadress-Service (LAS) Burg bereits die Fläche seiner ­Filiale verdoppeln. Doch innert weniger Monate merkte Inhaber Roland Burg, dass auch die neue Fläche von 300 Quadratmetern nicht ausreicht. Darum wurde heute eine neue, 400 Quadratmeter grosse Halle ­eröffnet. Derzeit zählt LAS 15 000 Kunden aus der ganzen Schweiz: «Seit der Euro so tief ist, kommen wöchentlich rund 280 Neukunden dazu», so Burg.

Die Idee ist clever und praktisch: Bei Paketen und Briefen in die Schweiz fallen meist hohe Gebühren an – zudem wird der Versand der Ware in die Schweiz aufgrund der Lieferbedingungen oft verweigert. Also lässt man sich die Sendung zu LAS schicken und holt diese für eine Gebühr von zwischen 2.50 und 13.50 Euro ab. Bei Ware unter 300 Fr. fallen zudem die Mehrwertsteuer und die Zollgebühr weg.

Neu können Palettsendungen und Pakete von bis zu 2.20 Meter Länge und 1.80 Meter Breite via LAS geliefert werden. «Wir haben 30 Parkplätze vor Ort, das vereinfacht das Abholen», so Burg. Vor allem samstags kommt es immer wieder zu Warteschlangen. Burg: «Im Durchschnitt haben wir 500 bis 700 Kunden pro Tag.»

Eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Bilderbuch: Der 61-Jährige war auf die Idee gekommen, weil das Geschäft mit dem Glücksspiel an seiner Lotto-Annahmestelle nicht mehr so gut lief. Seit 2008 ist ihm nun das Glück hold.

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