Frauenhass-Plakat: Liga bestraft Fans mit nationalem Stadionverbot
Aktualisiert

Frauenhass-PlakatLiga bestraft Fans mit nationalem Stadionverbot

Das sexistische Transparent der Anhänger des FC Schaffhausens vom Sonntag hat Konsequenzen: Drei Urheber erhalten ein schweizweites Stadionverbot.

von
wed
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Dieses Plakat sorgte am Fussballspiel vom Sonntag im Stadion Schützenwiese in Winterthur für Aufregung.

Dieses Plakat sorgte am Fussballspiel vom Sonntag im Stadion Schützenwiese in Winterthur für Aufregung.

Leser-Reporter
Swiss Football League sperrt drei Urheber von allen Schweizer Stadien aus.

Swiss Football League sperrt drei Urheber von allen Schweizer Stadien aus.

Keystone/Eddy Risch/Archiv
Schockiert vom Frauenhass-Plakat ist die Schweizer Nationalspielerin Meriame Terchoun.

Schockiert vom Frauenhass-Plakat ist die Schweizer Nationalspielerin Meriame Terchoun.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Die Swiss Football League (SFL) eröffnete gegen den FC Schaffhausen ein Verfahren, nachdem Anhänger des Klubs beim Spiel gegen den FC Winterthur am Sonntag ein Banner mit sexistischem Inhalt präsentierten. Dank Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Winterthur, der Kantonspolizei Zürich und dem FC Winterthur konnten drei der Urheber der zu verurteilenden Aktion bereits identifiziert und mit einem Stadionverbot belegt werden. Dieses gilt für zwei Jahre und für alle Stadien in der Schweiz.

«Die ausgezeichnete Kooperation der verschiedenen Stellen hat dazu geführt, dass die Verantwortlichen dieser inakzeptablen und scharf zu verurteilenden Aktion rasch und konsequent bestraft werden konnten», sagt SFL-CEO Claudius Schäfer. «Es ist ein starkes Zeichen: Wer sich in unseren Stadien in irgend einer Art diskriminierend, zum Beispiel sexistisch, rassistisch oder homophob äussert, muss mit allen Konsequenzen rechnen.»

«Wird hoffentlich daraus lernen»

Auch für Andreas Mösli, Geschäftsführer des FC Winterthur, ist klar: «Wer dermassen provoziert, muss die Konsequenzen tragen – und wird hoffentlich daraus lernen.» Die Ahndung soll auch ein Zeichen sein, so Mösli: «Der FCW steht für die Grundwerte Respekt, Toleranz und Weltoffenheit.»

Parallel zu den Massnahmen der SFL und des FC Winterthur hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen öffentlichem Aufruf zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit eingeleitet.

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