Aktualisiert 25.09.2013 08:56

Gegen die Digitalisierung«Like mich am Arsch»

Dumm, dümmer, digital: Ein neues Buch wirft einen kritischen Blick auf den wachsenden Einfluss von Google, Facebook & Co. auf die Gesellschaft. Könnten Sie darauf verzichten?

von
lis

Mit der Erfindung des Taschenrechners vor gut 40 Jahren hat die Entmündigung unseres Gehirns begonnen. Und diese hat sich schleichend fortgesetzt. Davon ist zumindest Andreas Hock überzeugt. In seinem neuen Buch «Like mich am Arsch» wirft er einen kritischen Blick auf die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft. Selbstständig denken muss heute eigentlich niemand mehr.

Die Antworten auf unsere Fragen liefern Google & Co. Egal, ob man wissen will, wer den Taschenrechner erfunden hat oder wie man von A nach B kommt – das Internet weiss es. Deswegen vertraut man den ausgespuckten Antworten auch blind.

1500 Kilometer in die falsche Richtung navigiert

So wie beispielsweise eine Belgierin, die sich von ihrem Dorf im beschaulichen Flandern aus zum 90 Kilometer entfernten Brüsseler Hauptbahnhof navigieren lassen wollte. Eineinhalb Tage und 1500 Kilometer später kam sie in der kroatischen Hauptstadt Zagreb an. Warum? Weil ihr Navigationssystem sie dahin gelotst hatte. Und das Navigationssystem wird wohl wissen, wo es lang geht.

«Das wäre mir ganz sicher nicht passiert!», denken Sie? Vielleicht nicht in dieser extremen Form – aber mal ehrlich: Haben Sie neben sich eine Karte liegen, um zu kontrollieren, ob Ihr Navi Sie jetzt tatsächlich korrekt durch jede Gasse lotst? Könnten Sie auf ein Navi verzichten und sich ganz auf Ihren Orientierungssinn verlassen? Umso besser. Aber wie sieht es mit dem Handy, dem Gameboy oder Facebook aus? Welche technische Spielerei würden Sie am meisten vermissen?

Verraten Sie es uns im Duell >>

Falls Ihnen Ihre technischen Hilfsmittel auch schon einen Streich gespielt haben, schreiben Sie uns Ihr Erlebtes doch unten ins Kommentarfeld und warnen Sie die anderen Leser vor den Tücken der Technik.

Dumm, dümmer, digital

«Like mich am Arsch» erscheint am 8. Oktober im riva Verlag und kostet 21.40 Franken. Auf 200 Seiten erklärt Autor Andreas Hock, wie unsere Gesellschaft durch Smartphones, Computerspiele und soziale Netzwerke vereinsamt und verblödet.

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