Aktualisiert 18.07.2014 16:57

Michael Skibbe«Lille ist ähnlich hohe Hausnummer wie Lyon»

Die Grasshoppers bekommen es in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League mit Lille zu tun. Eine schwierige Aufgabe, findet Trainer Michael Skibbe.

von
ete

Die vorletzte Hürde auf dem Weg in die lukrative Gruppenphase der Königklasse heisst Lille. Die Grasshoppers treten gegen die Nordfranzosen, die 2013/14 hinter den finanzstarken Klubs aus Paris und Monaco Platz 3 in der nationalen Meisterschaft belegten, zuerst zuhause an - und sind Aussenseiter. «Lille wäre ein schweres Los», hatte Trainer Michael Skibbe vor der Auslosung gesagt. Die Hinspiele der fünf Partien der 3. Qualifikationsrunde werden am 29./30. Juli ausgetragen, die Rückspiele eine Woche später.

Lieber hätte sich der Deutsche mit Besiktas Istanbul gemessen, dessen Mannschaft er aus seiner Zeit in der Türkei noch gut kennt. Aber auch Lüttich und Kopenhagen wären eher Gegner auf Augenhöhe gewesen. Das Losglück, das deutschen Coachs wie Ottmar Hitzfeld und Jogi Löw anhaftet, wie man gerne sagt, hat Skibbe offenbar nicht mit nach Zürich gebracht.

Eine ähnlich hohe Hausnummer

Kurz nach der Auslosung sagt er: «Das ist eine ähnlich hohe Hausnummer, wie wir sie im letzten Jahr mit Olympique Lyon hatten. Das ist eine Mannschaft, die viele internationale Topspieler und viele schnelle Spieler in ihren Reihen hat. Dementsprechend wird es für uns eine sehr schwierige Aufgabe.»

Das ist aber noch lange kein Grund, jetzt schon den Kopf in den Sand zu stecken. «Auf der anderen Seite fühlen wir uns als Tabellenzweiter der letztjährigen Super-League-Saison dazu in der Lage, auch eine sehr schwierige Aufgabe zu lösen und werden versuchen, das Beste im Heimspiel zu geben, damit wir auch im Rückspiel noch Chancen haben, weiterzukommen. Wir wissen, dass wir sicherlich als Aussenseiter in diese Partie gehen, aber ich bin auch überzeugt, dass wir nicht chancenlos sind», so Skibbe.

Europa League als Trostpreis

Wollen sie an die Honigtöpfe des europäischen Fussballs - Einnahmen von gegen 20 Millionen Franken sind den Teilnehmern der Gruppenphase garantiert -, reicht es den Zürchern nicht, die 3. Qualifikationsrunde zu überstehen. Im Erfolgsfall träfe das Team von Michael Skibbe in den Playoffs auf einen prominenten Gegner: Arsenal, Porto, Leverkusen, Napoli oder Zenit/Athletic Bilbao.

Sollten sie schon an Lille scheitern, müssten sie in der zweiten August-Hälfte wie der FCZ in die Playoffs zur Europa League. Scheiden sie in den Champions-League-Playoffs aus, können sie sich immerhin mit der Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League trösten.

In der vergangenen Saison endete der Traum von der Königsklasse für GC in der 3. Qualifikationsrunde mit zwei 0:1-Niederlagen gegen Lyon - allerdings mit Pech. Denn Latten- und Pfostenschüsse verhinderten im letzten Jahr eine Überraschung. Danach erwies sich in der Europa League Fiorentina aber als zu stark für die international unerfahrenen Hoppers.

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