Aktualisiert 03.03.2011 23:38

ZürichLimmatquai soll für Autos wieder befahrbar sein

Nach jahrelangen Debatten wurde das Limmatquai 2004 autofrei. Nun will die SVP diesen Entscheid rückgängig machen – zumindest vorübergehend.

von
Regina Ryser
Mauro Tuena will das Limmatquai vorübergehend für den Verkehr freigeben. (Foto: rry)

Mauro Tuena will das Limmatquai vorübergehend für den Verkehr freigeben. (Foto: rry)

Seit vier Monaten wird die Rämistrasse im Kreis 7 saniert – der Verkehr wird umgeleitet. Seither komme es unter anderem auf der Künstlergasse, dem Neumühlequai, dem Seilergraben sowie der Weinbergstrasse zu langen Staus, sagt SVP-Fraktionschef Mauro Tuena: «Für einen Weg von wenigen Minuten benötigte ich mehr als 15 Minuten – ich befürchte einen Verkehrskollaps.» Um dies zu verhindern, wird die SVP am Mittwoch ein Postulat im Gemeinderat einreichen: «Das Limmatquai soll vorübergehend für die Autos freigegeben werden zwischen der Urania- und Münsterbrücke.» Bis Ende der Bauarbeiten im Sommer soll am Limmatquai eine Richtung mit Tempo 30 befahrbar sein. «Stau verursacht Lärm und verschmutzt die Luft – das findet niemand toll», sagt Tuena. Technisch sei die Freigabe möglich: «Die Strasse ist breit genug, damit ein Lastwagen mit dem Tram kreuzen kann.»

Dies sieht Heiko Ciceri, Sprecher der Dienstabteilung Verkehr, anders: «Die Strasse ist teilweise schmal, da wird es eng, am Tram vorbeizukommen.» Zudem würde sich ein Stau am Limmatquai auf die Pünktlichkeit der VBZ auswirken. Ciceri fügt hinzu: «Bis alle Verkehrsteilnehmer mit der neuen Situation zurechtkommen, wird sie sofort wieder aufgehoben – das sorgt für Verwirrung.» Zudem wäre das Limmatquai laut Ciceri schnell wieder so stark befahren wie vor sechs Jahren – vor der Sperrung.

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