Heisser Abgang: Lina heizt nochmals richtig ein
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Heisser AbgangLina heizt nochmals richtig ein

Kurz vor seinem Abgang dreht Hoch Lina noch einmal richtig auf: Mit Temperaturen jenseits von 33 Grad erwartet uns der heisseste Tag des Jahres. Ob auf der Baustelle, im Büro, bei der Heu-Ernte oder in der Fabrik – heute gilt: Schwitzen, schwitzen und nochmal schwitzen. Doch wie sieht es aus mit Abkühlung?

Sommer, Sonne und Spitzenwerte: Hoch Lina verwöhnt uns seit knapp einer Woche mit einer Hitzewelle. Mit der Nacht auf Freitag enden die tropischen Temperaturen allerdings vorerst: Gewitter sorgen für Abkühlung. Doch zuvor heizt Hoch Lina nochmals richtig ein. Die Temperaturkurve steigt heute über die Jahresbestmarke, weiss Felix Baum von Meteonews. «So heiss war es dieses Jahr noch nie, und es wird wohl auch nicht mehr so heiss werden.»

Bereits am Mittwoch knackte Sitten mit einer Temperatur von 35,5 Grad den bisherigen Hitzerekord 2009. In Siders mass Meteonews sogar 36,4 Grad. Heute klettert das Quecksilber noch höher: Verbreitet werden über 33 Grad erwartet. Stellenweise rechnet Meteonews erneut mit Spitzenwerten von 35 Grad und mehr.

Nächtliche Gewitter

Abkühlung versprechen die Meteorologen für die nächste Nacht. Nur noch vereinzelt werden voraussichtlich Temperaturen über 20 Grad erreicht. Gewitter tragen das ihre zur Abkühlung bei. Wo genau mit Blitz, Donner und Regen gerechnet werden muss, konnten die Experten allerdings am Donnerstagmorgen noch nicht sagen.

Das Gewitterrisiko ist in der Westschweiz aber höher als etwa im Rheintal, wie Vögeli sagte. Im Jura sind auch bereits am Abend Gewitter möglich. Am Freitag wechseln sich dann sonnige Abschnitte, Wolken und Regen ab. Die Temperaturen betragen um die 25 Grad. Da die Luftfeuchtigkeit aber sehr hoch ist, ist wiederum Schwitzen angesagt.

Meine Güte, ist das heiss!

Rettung verspricht ein Sprung ins kühle Nass. Doch die Zeiten von Hitzefrei sind längst vergangen. Für Abkühlung sind Kreativität und Flexibilität gefragt: Mit Bikini im Büro, schaufeln mit nacktem Oberkörper oder mit dem Anzug unterm Springbrunnen – zeigen Sie uns, wie heiss es bei Ihnen ist und was Sie dagegen tun.

Schicken Sie uns Ihre Hitze-Bilder: Einfach Mail oder MMS mit dem Betreff «Hitze» an community@20minuten.ch.

Hitzewarnung für Tessin und Wallis bleibt

Der amtliche Wetterdienst MeteoSchweiz hat am Donnerstag seine Hitzewarnung für das Tessin und das Wallis verlängert. Die Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit dürfte im Mittel- und Südtessin und im Zentralwallis bis am Freitagabend dauern, hiess es. Es werden neue Hitzerekorde erwartet.

Keine Hitzeopfer

Trotz Hitzerekorden kam es in den Spitälern nicht zu mehr Einlieferungen oder Todesfällen als sonst, wie eine AP-Umfrage beim Universitätsspital Zürich, dem Inselpsital Bern, dem Bruderholz-Spital bei Basel und dem Universitätsspital CHUV in Lausanne ergab. «Keine Auffälligkeiten», hiess es auch bei der Spitex. Im Hitzesommer 2003 waren fast 1.000 Personen mehr als in einem normalen Sommer gestorben. Damals hielt die Hitze aber über Wochen an. (ap)

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