Trotz Währungsverlust: Lindt macht Gewinn-Sprüngli
Aktualisiert

Trotz WährungsverlustLindt macht Gewinn-Sprüngli

Das Traditionsunternehmen Lindt & Sprüngli konnte den Reingewinn im ersten Halbjahr um 29,4 Prozent auf 32,1 Millionen Franken steigern. Aufgrund der negativen Währungseinflüsse sank der Umsatz um 4,7 Prozent.

Der Schokoladehersteller Lindt & Sprüngli hat im ersten Halbjahr 2011 einen Reingewinn von 32,1 Mio. Fr. erwirtschaftet. Dies entspricht einem Wachstum von 29,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um 23,9 Prozent auf 42 Mio. Franken.

Bedingt durch die negativen Währungseinflüsse verzeichnete das Zürcher Traditionsunternehmen einen Umsatzrückgang von 4,7 Prozent auf rund 1 Mrd. Franken. Organisch und in Lokalwährungen resultierte allerdings ein Wachstum von 6,1 Prozent. Dieses sei durch Volumensteigerungen und Produktmixoptimierungen sowie durch punktuelle Preiserhöhungen in einigen Märkten zustande gekommen.

Zugpferd Europa

Die meisten Schokoladenmärkte hätten im ersten Halbjahr ein eher verhaltenes Wachstum von rund 3 Prozent verzeichnet, führte Lindt & Sprüngli aus. Das Volumenwachstum sei praktisch überall relativ flach geblieben. Daher sei es erfreulich, dass sich die Tochtergesellschaften wiederum schneller als die Märkte entwickelt hätten.

In Europa - mit 55,8 Prozent des Umsatzvolumens der grösste Absatzmarkt - steigerte das Schokoladeunternehmen den Ertrag in Lokalwährungen um 6,9 Prozent auf 631,4 Mio. Franken. Besonders gut hätten dabei die Hauptmärkte Deutschland, Italien und Frankreich abgeschnitten. Hinter den Erwartungen zurück blieb gemäss Lindt & Sprüngli einzig die Tochter in Grossbritannien.

Schweiz mit 7 Prozent Umsatzanteil

Dank erfolgreicher Produktinnovationen und erhöhter Marketinginvestitionen habe die Gruppe auch im Heimmarkt Schweiz umsatzmässig zulegen können. Dass dieser angesichts der guten Wachstumsperspektiven im Ausland nicht zu vernachlässigen ist, machen die immerhin 7 Prozent Anteil am Gesamtumsatz deutlich.

Nordamerika - mit 24,3 Prozent Umsatzanteil zweitgrösster kontinentaler Absatzmarkt - erzielte einen Ertrag von 245,1 Mio. Franken. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspreche dies in Lokalwährungen einer Zunahme um 5,8 Prozent, erklärte das Unternehmen. Im Rest der Welt wurden 130,2 Mio. Fr. umgesetzt.

Teure Kakaobohnen

Weiter angestiegen seien in der Berichtsperiode die Kosten für den wichtigsten Rohstoff Kakaobohnen. Diese werden nach Ansicht von Lindt & Sprüngli auch weiterhin grossen Schwankungen unterworfen bleiben. Mit Effizienzsteigerungsprogrammen und einem optimalen Kostenmanagement werde versucht, die Mehrausgaben zu kompensieren.

Für das Gesamtjahr 2011 rechnet die Geschäftsleitung mit einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 6 bis 8 Prozent. Der Fokus werde dabei weiterhin auf dem Zugewinn von Marktanteilen in Schlüsselmärkten sowie auf der geografischen Expansion in Wachstumsmärkte liegen, schreibt Lindt & Sprüngli.

An der Schweizer Börse reagierte die Aktie des Unternehmens mit einem Kurssprung. Der Titel lag am Dienstagnachmittag um gut 5 Prozent im Plus.

(sda)

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