Linienmaschine geht bei Landung zu Bruch
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Linienmaschine geht bei Landung zu Bruch

Wegen eines defekten Fahrwerks ist eine Passagiermaschine der skandinavischen Gesellschaft SAS am Samstag auf dem Flughafen von Kopenhagen hart gelandet.

Die aus Bergen in Norwegen kommende Propellermaschine mit 44 Insassen an Bord schlitterte auf dem Bauch über die Landebahn, während der rechte Flügel über den Boden schleifte. Ernsthaft verletzt wurde nach dänischen Polizeiangaben niemand.

SAS erliess nach dem Unfall ein Startverbot für all seine Turboprop-Maschinen vom Typ Q400 des Herstellers Bombardier. Die Besatzung habe vor dem Unfall Probleme mit dem Fahrwerk gemeldet, erklärte die Fluggesellschaft, nannte aber keine weiteren Einzelheiten. Fernsehbilder zeigten, wie das Fahrwerk beim Aufsetzen unter der Maschine wegknickte. Es war bereits der dritte Unfall mit einer Q400 der SAS in weniger als zwei Monaten. So geriet am 9. September ein Flugzeug nach einer Notlandung in Dänemark in Brand. Drei Tage später schleifte eine Maschine während einer Notlandung in Litauen mit einer Tragfläche über die Landebahn.

Daraufhin legte SAS seine gesamte Q400-Flotte für drei Wochen still und ordnete Inspektionen und Reparaturen an. Die Flüge mit den betroffenen Maschinen wurden Anfang Oktober wieder aufgenommen. SAS hat angekündigt, vom Hersteller eine Entschädigung in Höhe von 500 Millionen Kronen (54,4 Millionen Euro) zu verlangen. (dapd)

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