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WahlenLinke erobert Stadt Zug

Der Zuger Stadtrat setzt sich neu aus zwei Vertretern der CSP sowie je einem von SP, FDP und SVP zusammen. Als Stadtpräsident bestätigt wurde Dolfi Müller (SP).

Zum ersten Mal hat die Linke die Mehrheit im Zuger Stadtrat: Die Christlichsozialen (CSP) eroberten am Sonntag einen zweiten Sitz, die SP konnte ihren Besitzstand wahren.

Müller verteidigte sein Amt gegen Karl Kobelt (FDP) und Philip C. Brunner von der SVP. Er erreichte 4230 Stimmen und übertraf damit das absolute Mehr von 3583 Stimmen deutlich. Die Stimmbeteiligung lag bei 45,43 Prozent.

Seine Herausforderer hatten keine Chancen: FDP-Mann Karl Kobelt kam auf 1828 Stimmen, auf Philip C. Brunner von der SVP entfielen deren 1107.

Bei der Stadtratswahl gewann die CSP ein zweites Mandat hinzu. Neu zieht die SVP in den Zuger Stadtrat ein. Die FDP verlor einen Sitz. Die CVP ist nicht mehr vertreten.

Parteilose verpasst Wiederwahl

Andrea Sidler-Weiss, der 2007 als CVP-Vertreterin der Sprung in den Stadtrat gelungen war, wurde nicht mehr gewählt. Dass sie ihrer Partei den Rücken kehrte und bei den jüngsten Wahlen als Parteilose antrat, goutierten die Wählerinnen und Wähler offensichtlich nicht.

Die FDP konnte den Sitz des zurücktretenden Hans Christen nicht verteidigen. Die Freisinnigen sind nun nur noch mit Ivo Romer vertreten. Neu in die Stadtregierung schafften es André Wicki von der SVP und Vroni Straub-Müller von der CSP. Bestätigt wurden Andreas Bosshard (CSP) sowie Stadtpräsident Dolfi Müller (SP).

Der Zuger Stadtrat setzt sich damit aus zwei Vertretern der CSP sowie je einem von SP, FDP und SVP zusammen. Die Stimmbeteiligung betrug 47 Prozent. (sda)

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