Anti-Wef-Demo: Linke mit Verhaltenstipps im Web
Aktualisiert

Anti-Wef-DemoLinke mit Verhaltenstipps im Web

Leitfaden für die Anti-Wef-Demo: Im Internet geben sich Linksaktivisten Tipps für den Fall, dass es bei der morgigen Demo zur Konfrontation mit der Polizei kommt.

von
Nathalie Jufer
Bern: Vermummte Anti-Wef-Demonstranten im Jahr 2008.

Bern: Vermummte Anti-Wef-Demonstranten im Jahr 2008.

Morgen könnte es an der «Wipe out Wef»-Demo in Bern zu Ausschreitungen kommen: Diese Befürchtung äussert die FDP und macht auf anonyme Gewaltaufrufe im Internet aufmerksam. Die Kantonspolizei hat Kenntnis von der Kund­gebung. «Über das Dispositiv geben wir aber keine Auskunft», so Kapo-Sprecher Michael Fichter.

Im linken Lager bereitet man sich schon auf die Begegnung mit der Polizei vor. Vorsorglich wurde eine «Anti‑Repressions-Hotline» eingerichtet, bei der allfällige Übergriffe durch Polizisten gemeldet werden können. Weiter werden online Anweisungen für den Ernstfall einer Verhaftung gegeben, z. B.: «Schalte dein Handy aus und lösche die Adressliste.» Die Demonstranten wollen sich gar falsche ­Namen geben, um sich trotz Anwesenheit der Polizei verständigen zu können.

Friedlicher wird es wohl an der «Tour de Lorraine» zugehen. Heute Abend und morgen Nachmittag wird mit zahlreichen Workshops, Film- und Diskussionsveranstaltungen eine Plattform für kritische Stimmen zum Wef geboten. Die grosse Sause steigt dann morgen Abend, wenn 17 verschiedene Locations mit Partys und Konzerten ­locken. OK-Mitglied Markus Flück: «Wir rechnen mit etwa 3500 Besuchern.»

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