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Linke stürmten Radio Energy – der Lokalsender blieb cool

Linksaktivisten besetzten gestern Nachmittag das Radio-Energy- Haus: Sie forderten den Lokalsender auf, einen politischen Beitrag auszustrahlen – jedoch erfolglos.

Um 13.30 Uhr stürmten rund zehn Linksaktivsten den Empfangsraum von Radio Energy an der Kreuzstrasse. «Die jungen Leute gelangten durch den Hintereingang ins Gebäude und forderten uns auf, eine zehnminütige Botschaft über den Sender laufen zu lassen», sagt Moderationsproduzent Reto Suter. Obwohl das Lokalradio nicht auf die Forderung einging, habe sich die Gruppe friedlich verhalten.

Umso lauter machten rund 30 weitere Aktivisten vor dem Gebäude auf sich aufmerksam: Mit falschen Schnäuzen, Sonnenbrillen, Masken und Megaphonen forderten sie die Freilassung des in Ausschaffungshaft sitzenden Kurden Erdogan E. «Freiheit für alle politischen Gefangen», schrien sie aus vollen Kehlen.

Mit Radio Energy als Plattform hätten sie sich erhofft, von möglichst vielen Leuten gehört zu werden, sagt eine Aktivistin gegenüber 20 Minuten. Mit weiteren ähnlichen Politaktionen wollen sie sich auch künftig gegen diese Art von Missstand wehren.

Nach eineinhalb Stunden brannten die Linksautonomen eine Nebelpetarde ab und zogen friedlich von dannen.

Romina Lenzlinger

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