Zürich: Linke wollen 1. Mai auf Sechseläuten-Platz feiern

Aktualisiert

ZürichLinke wollen 1. Mai auf Sechseläuten-Platz feiern

Die Linken wollen den 1. Mai dieses Jahr zünftig begehen: Die Schlusskundgebung soll beim Bellevue stattfinden. Den Umzug möchten sie zudem über den Paradeplatz führen.

von
som
Bisher feierten die Linken den 1. Mai stets auf dem Bürkliplatz. Dieses Jahr wollen sie aber auf dem Sechseläutenplatz protestieren.

Bisher feierten die Linken den 1. Mai stets auf dem Bürkliplatz. Dieses Jahr wollen sie aber auf dem Sechseläutenplatz protestieren.

Die Schlusskundgebung nach dem 1.-Mai-Umzug hat bisher stets auf dem Zürcher Bürkliplatz stattgefunden. Dieses Jahr wollen die Veranstalter aber auf dem neugestalteten Sechseläutenplatz beim Bellevue demonstrieren. Zudem soll der Umzug neu über den Paradeplatz führen. «Wir haben ein entsprechendes Gesuch eingereicht», sagt Roland Brunner, Sekretär des Zürcher Gewerkschaftsbundes. Dieser organisiert die Feierlichkeiten am Tag der Arbeit zusammen mit dem 1.-Mai-Komitee. Man sei «sehr zuversichtlich», dass der Stadtrat das Gesuch bewilligen werde, sagt Brunner dem «Tages-Anzeiger». «Ich wüsste nicht, was dagegen spricht.»

Den Eingang des Gesuchs bestätigt Reto Casanova, Sprecher von Polizeivorsteher Richard Wolff (AL). Entschieden sei aber noch nichts. Zuständig dafür sei der Gesamtstadtrat. Ob das Anliegen der Linken Chancen hat, wollte er nicht sagen.

Letztes Jahr lehnte Stadtrat Gesuch ab

Schon letztes Jahr wollte der Gewerkschaftsbund die 1.-Mai-Schlusskundgebung auf dem Sechseläutenplatz durchführen. Der damalige Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne) lehnte dies jedoch ab – aus Sicherheitsgründen, vor allem auch in Zusammenhang mit den damaligen Bauarbeiten auf dem Platz.

Da diese nun abgeschlossen sind, hofft Roland Brunner dieses Jahr auf grünes Licht vom Stadtrat. Der Sechseläutenplatz sei organisatorisch und logistisch viel besser für die Schlusskundgebung geeignet als der Bürkliplatz, findet er. Dort gebe es zu wenig Raum für die Bühne, und der Tram- und Strassenverkehr müssten jeweils für mehrere Stunden unterbrochen werden. Der Sechseläutenplatz sei ein öffentlicher Ort, «auf den alle ein Recht haben, nicht nur die Zünfte».

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