Zürich: Linksaktivisten wollen Sechseläuten sabotieren
Aktualisiert

ZürichLinksaktivisten wollen Sechseläuten sabotieren

Aufgepeitscht von der Finanzkrise nimmt das Revolutionäre Bündnis das diesjährige Sechseläuten ins Visier: Die Aktivisten drohen, den Umzug am 20. April zu sabotieren.

von
Raffaela Moresi

«Wir wollen nicht zulassen, dass die Banditen aus der Wirtschaft und vom Staat sich auf der Strasse präsentieren können. Drehen wir den Spiess um – holen wir sie vom hohen Ross!» Mit scharfen Worten ruft das sogenannte Revolutionäre Bündnis Region Zürich auf verschiedenen Internetseiten dazu auf, nächsten Montag den Sechseläuten-Umzug lahmzulegen. Denn: Die Gästeliste für die diesjährige ­Parade lasse einen erschaudern. «Es laufen Hans-Rudolf Merz und Eugen Haltiner mit, die für die Milliarden-Boni bei der UBS verantwortlich sind», so die Argumentation der linken Organisation.

Andreas Weidmann, Kommunikationschef des Zentralkomitees der Zünfte Zürichs, verurteilt die Drohungen. Natürlich seien einzelne Exponenten des Finanzbereichs am Volksfest mit dabei. «Es ist aber ein falsches Signal, solche Traditionen zu stören.» Ähnlich sieht es Stapo-Sprecherin Susann Birrer: «Das Sechseläuten ist als friedlicher, fröhlicher Anlass bekannt.» Die Polizei nimmt die Ankündigungen dennoch ernst. «Wir machen jedes Jahr eine sorgfältige Lagebeurteilung und werden auf jeden Fall vorbereitet sein», verspricht Birrer.

Bereits im Jahr 2006 sorgten Linksaktivisten im Vorfeld des Events für Wirbel – damals entführten sie den Böögg.

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