Aufruf zum Telefonterror: Linksextreme veröffentlichen Handynummern von Polizisten
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Aufruf zum TelefonterrorLinksextreme veröffentlichen Handynummern von Polizisten

Durch einen Hack der Securitas-Website im August gelangten Daten über Behördenmitarbeiter in linksautonome Kreise. Jetzt wurden Handynummern von teils hochrangigen Basler Polizei- und Justizangestellten publik.

von
Lukas Hausendorf
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Im August wurde die Securitas Opfer eines linksradikalen Hackerangriffs. Dabei gelangten die Hacker an Daten von Behördenmitarbeitenden, die nun auf dem linksautonomen Portal «Barrikade» veröffentlicht wurden.

Im August wurde die Securitas Opfer eines linksradikalen Hackerangriffs. Dabei gelangten die Hacker an Daten von Behördenmitarbeitenden, die nun auf dem linksautonomen Portal «Barrikade» veröffentlicht wurden.

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Es handelt sich dabei um Kontaktdaten inklusive Handynummern von teils hochrangigen Basler Polizeimitarbeitenden und Angehörigen anderer Behörden aus Justiz und Sicherheit. Auf «Barrikade» wird nun zum Telefonterror aufgerufen.

Es handelt sich dabei um Kontaktdaten inklusive Handynummern von teils hochrangigen Basler Polizeimitarbeitenden und Angehörigen anderer Behörden aus Justiz und Sicherheit. Auf «Barrikade» wird nun zum Telefonterror aufgerufen.

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Die Basler Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der Straftatbestand der «öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit» durch den «Barrikade»-Beitrag erfüllt wird.

Die Basler Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der Straftatbestand der «öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit» durch den «Barrikade»-Beitrag erfüllt wird.

bs.ch/Juri Weiss

Darum gehts

  • Auf einem linksautonomen Portal wurden Handynummern von zum Teil hochrangigen Polizisten veröffentlicht.

  • Auf der Seite wird implizit zum Telefonterror aufgerufen.

  • Die Daten stammen von einem Hackerangriff auf die Securitas im August, die Behörden ermitteln.

Im August wurden auf dem linksautonomen Portal «Barrikade» Privatadressen von Securitas-Mitarbeitenden veröffentlicht, die im Bundesasylzentrum Bässlergut arbeiten. Schon seit geraumer Zeit führen linksextreme Kreise in Basel eine Kampagne gegen die Institution durch, in der es auch zu gewalttätigen Übergriffen des Sicherheitspersonals gegen die Bewohner gekommen sein soll.

Mitte Oktober nun wurden auf dem Portal Telefon und Handynummern von zahlreichen Polizisten, Gefängnismitarbeitenden und anderen Justizangestellten veröffentlicht, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Bässlergut stehen. Die Daten stammen von einem Datenleck auf der Securitas-Website, das Hacker der «161 Crew» im August online stellten.

Die aufgelisteten Personen arbeiten zum Teil in hochrangigen Positionen, die es «für das reibungslose Funktionieren des Migrationsregimes und Justizsystems benötigt», wie die Aktivisten schreiben. Die Nummern seien für all jene, «die mal Lust haben, zu diskutieren, zu stressen, Dampf abzulassen oder einfach zu nerven», heisst es weiter. Also ein Aufruf zum Telefonterror. Dafür sollen die Aktivisten eine Software benutzen, um ihre Identität zu verschleiern.

Wer profitiert, wird zur Zielscheibe

In den Augen der Linksradikalen, die Asylzentren oder auch Gefängnisse fundamental ablehnen, werden alle zur Zielscheibe, die für diese Institutionen arbeiten. In Basel wurden schon Firmen, die am Bau des Ausschaffungsgefängnisses beteiligt waren, zum Ziel einer ganzen Serie von Brandanschlägen.

Dem Basler Justiz- und Sicherheitsdepartement ist die Publikation der Personendaten ihrer Mitarbeitenden bekannt. Die Basler Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob der Straftatbestand der «öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit» durch den «Barrikade»-Beitrag erfüllt wird. Wegen des Hackerangriffs auf die Securitas-Website im August ermittelt die Staatsanwaltschaft Winterthur, weil dort die Server des Unternehmens stehen.

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