Ubuntu: Linux mit einem Hauch von Mac
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UbuntuLinux mit einem Hauch von Mac

Schneller und schöner: Wer sich früher für Linux interessierte, musste sich auf viele Fragen gefasst machen. Damit ist nun Schluss.

Wer sich früher für Linux interessierte und ein solches System auch nur auf seinem Rechner ausprobieren wollte, musste sich auf viele Fragen gefasst machen. Spätestens mit dem jetzt erschienenen Ubuntu-Linux ist das Vergangenheit. Wird eine CD mit Ubuntu 10.04 in das Laufwerk eines Computers eingelegt und dieser neu gestartet, legt das System sofort los. Nach einiger Zeit erscheint der Desktop mit einem Fenster, in dem man die Sprache auswählen und festlegen kann, ob man Ubuntu ausprobieren oder direkt installieren möchte.

Fragen zu Grafikkarte, Monitor oder sonstigen Parametern fallen weg, das erledigt die Hardware-Erkennung alles automatisch. Der schnelle und einfache Boot-Vorgang ist aber nur eine der Neuerungen. Gründlich überarbeitet wurde auch das Design, das jetzt zumindest einen Touch von Mac OS X hat. Die früher üblichen Brauntöne sind verschwunden, jetzt dominieren Violett-Töne. Die Programm-Menüs zeigen weisse Schrift auf dunklem Grund.

Noch etwas gewöhnungsbedürftig ist wohl, dass die Schaltflächen der Bildschirmfenster zum Verkleinern oder Schliessen jetzt nicht mehr rechts liegen, sondern links - wie beim Mac. Das führt zu einigen Irritationen - wenn man Windows oder Linux-Systeme gewohnt ist. Wer damit gar nicht zurecht kommt, kann das auch wieder ändern und zum klassischen Stil zurückkehren.

Wer viel in sozialen Netzen unterwegs ist, wird das neue MeMenu schätzen. Es befindet sich oben rechts in der Ubuntu-Taskleiste und soll es dem Nutzer erlauben, seine Kontakte immer im Blick zu haben. Über das Menü lassen sich Dienste wie Twitter, Facebook oder Flickr einbinden, gechattet wird mit dem Programm Empathy, Tweets sieht man in Gwibber.

Ubuntu One zum Synchronisieren von Daten

Eng in das System integriert ist Ubuntu One. Bei diesem Online-Dienst hat jeder Ubuntu-User nach einer Registrierung zwei Gigabyte Speicherplatz. Damit soll es möglich sein, Adressen oder Dateien zwischen PC und Laptop zu synchronisieren. Der Speicherplatz kann jetzt auch genutzt werden, um Musik aus dem Ubuntu One Music Store zu speichern. Den Musikladen hat Ubuntu neben den Musikportalen Jamendo und Magnatune in das Musikverwaltungsprogramm Rythmbox eingebunden.

Ubuntu 10.4 Lucid Lynx ist eine sogenannte LTS-Version, die besonders lange unterstützt wird. Bei der Desktop-Version läuft der Support drei Jahre, bei der Server-Version sind es fünf. Gleichzeitig mit Ubuntu, das den Gnome-Desktop nutzt, sind noch weitere Linux-Versionen erschienen, die die gleichen technischen Grundlagen wie Ubuntu nutzen, aber andere Bildschirmoberflächen bieten: So Kubuntu (KDE) oder Xubuntu (XFCE). Daneben gibt es noch Edubuntu für Bildungseinrichtungen oder Ubuntu Studio, das vor allem für die Musikproduktion gedacht ist. Der Download all dieser Systeme ist kostenlos.

(dapd)

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