Solothurn: Linux-Strategie ist finanziell lohnenswert
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SolothurnLinux-Strategie ist finanziell lohnenswert

Der Kanton Solothurn hat unter dem Strich in den letzten fünf Jahren von seiner Informatikstrategie mit Linux als kostenloses Betriebssystem finanziell profitiert. Anstatt einer reinen Windows-Nutzung spart Solothurn gemäss einem Expertenbericht 5,8 Millionen Franken.

In den letzten fünf Jahren wurden gar rund 10 Millionen Franken eingespart, wie der Kanton Solothurn am Dienstag mitteilte. Nur 3,7 Millionen Franken davon sind allerdings nachhaltig, da sie der Anwendung von Open-Source Fachanwendungen zu verdanken sind, die weiter gebraucht werden können.

Künftig setzt Solothurn zur Ergänzung von Linux und Open-Source Programmen auch auf Windows. Mit diesem Kurswechsel muss die in den vergangenen fünf Jahren nie modernisierte Windows-Plattform ersetzt werden. Deshalb fallen Modernisierungskosten von 9,3 Millionen Franken an.

Die in der Staatsrechnung für die Jahre 2010 bis 2014 budgetierten Kosten steigen um 7,1 Millionen Franken. Zugleich führt die Open-Source Strategie zu einem Sparpotenzial von 12,9 Millionen Franken. Unter dem Strich wird Solothurn also 5,8 Millionen Franken sparen.

Die Solothurner Informatik-Strategie hatte in der Verwaltung für Unruhe gesorgt. Wegen unterschiedlichen Auffassungen hatte der Leiter des Amtes für Informatik im vergangenen Juni den Hut genommen. Er war der Meinung, dass die Solothurner Verwaltung auf Microsoft-Programme verzichten kann. (sda)

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