NLA: Lions gewinnen Torfestival gegen Zug
Aktualisiert

NLALions gewinnen Torfestival gegen Zug

Die ZSC Lions und der EV Zug verzücken die Fans im Hallenstadion mit insgesamt elf Toren. Am Ende gewinnen die Löwen die Partie verdient mit 7:4 und schliessen zu Lausanne auf.

Nach zwei Niederlagen in Serie im Penaltyschiessen feierten die ZSC Lions wieder einmal einen Sieg. Das Team von Marc Crawford bezwang Zug vor heimischem Publikum nach einer starken Leistung mit 7:4.

In den ersten sechs Saisonspielen hatten die Lions zwar immer gepunktet, sie gewannen allerdings bloss zweimal. Dass dem so war, lag an der mangelnden Effizienz - die Stadtzürcher brachten bloss 13 Treffer zu Stande. Gegen Zug spielte sich der ZSC den Frust von der Seele. Die Gastgeber agierten sehr zielstrebig, machten viel Druck aufs Tor und wurden dafür belohnt. Die Partie war bereits in der 28. Minute nach einem Doppelschlag innerhalb von 43 Sekunden zum 4:0 vorentschieden. Beim 3:0 stand Luca Cunti nach einem Gestocher vor dem Tor goldrichtig und brauchte den Puck nur noch ins leere Tor einzuschieben, danach reagierte Ronalds Kenins nach einem Abpraller schneller als der Zuger Verteidiger Alessandro Chiesa.

Roman Wick macht alles klar

Für den ZSC-Topskorer Luca Cunti war es bereits der zweite Treffer an diesem Abend, nachdem er mit einer herrlichen Einzelaktion schon zum 2:0 (19.) erfolgreich gewesen war - dabei liess er den stürzenden Chiesa alt aussehen. Überhaupt zeigte Cunti eine sehr starke Leistung. In der 32. Minute hätte der WM-Teilnehmer nach einem weiteren Solo beinahe noch ein drittes Mal getroffen. Eine sehr gute Note bei den Lions verdiente sich auch Mark Bastl, der die Tore zum 1:0 (10.) sowie 5:1 (36.) erzielte und auch sonst eine enorme Präsenz auf dem Eis hatte. Cunti und Bastl liessen sich zudem noch je einen Assist gutschreiben.

In der Defensive liessen die Lions nach starken 20 Minuten allerdings nach, weshalb am Ende doch noch etwas Spannung aufkam. Nach dem 2:6 verkürzten Sven Lindemann und Reto Suri innerhalb von 57 Sekunden auf 4:6 (54.), wobei der vierte Treffer der Zentralschweizer ein Shorthander war. Danach drückten die Gäste auf das Anschlusstor, doch in der 59. Minute machte Roman Wick in der sehr unterhaltsamen Partie alles klar. Für den Zuger Goalie Eero Kilpeläinen, der zum zweiten Mal für seinen neuen Verein auflief, war es ein bitterer Abend - er hinterliess nicht immer den sichersten Eindruck.

Dank des dritten Sieges im vierten Heimspiel der Saison überholten die Lions die zuvor punktgleichen Zuger und rückten in der Tabelle auf den 4. Platz vor. Zugleich feierte der ZSC den zehnten Sieg in den letzten elf Duellen gegen den EVZ.

ZSC Lions - Zug 7:4 (2:0, 3:2, 2:2) Hallenstadion.

8080 Zuschauer. - SR Eichmann/Stricker, Dumoulin/Wüst.

Tore: 10. Bastl 1:0. 19. Cunti (Keller) 2:0. 27. (26:40) Cunti (Ausschluss Sutter) 3:0. 28. (27:23) Kenins (Baltisberger, Bastl) 4:0. 34. Fischer (Hutchinson) 4:1. 35. Bastl 5:1. 39. Holden (Hutchinson/Ausschluss Seger) 5:2. 46. Bärtschi (Schäppi, Cunti) 6:2. 53. (52:07) Lindemann (Bertaggia, Diem) 6:3. 54. (53:04) Suri (Ramholt, Holden/Ausschluss Fabian Schnyder!) 6:4. 59. Wick (Schäppi) 7:4.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Zug.

PostFinance-Topskorer: Cunti; Sutter.

ZSC Lions: Flüeler; Seger, Geering; Stoffel, Bergeron; Blindenbacher, Daniel Schnyder; Maurer; Künzle, Shannon, Kenins; Keller, Cunti, Wick; Zangger, Schäppi, Bärtschi; Baltisberger, Bastl, Raffainer.

Zug: Kilpeläinen; Chiesa, Ramholt; Hutchinson, Erni; Lüthi, Alatalo; Fischer; Christen, Sutter, Casutt; Suri, Holden, Lammer; Martschini, Wellwood, Fabian Schnyder; Bertaggia, Schneuwly, Lindemann; Diem.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne McCarthy, Nilsson, Neuenschwander und Trachsler. Zug ohne Blaser (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 22. Lindemann, 25. Blindenbacher.

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