National League A: Lions siegen nach Verlängerung
Aktualisiert

National League ALions siegen nach Verlängerung

Die ZSC Lions gewinnen gegen die Lakers mit 2:1 und setzen sich weiter vom Strich ab. Auch Zug feiert einen Erfolg im zweiten Spiel des Tages gegen Biel.

Weil Daniel Manzato 58 Schüsse parieren konnte, mussten die haushoch überlegenen ZSC Lions 62 Minuten lang bangen, bis der 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Rapperswil-Jona feststand.

60:31 lautete am Ende das Schussverhältnis zu Gunsten der ZSC Lions. Dennoch hätten die Lakers im Hallenstadion beinahe gewonnen. Brandon Reid vergab nach 20 Sekunden der Overtime die beste Tormöglichkeit der Gäste im ganzen Spiel. 100 Sekunden später gelang Andres Ambühl das «Sudden-death-Goal» - er erwischte den zuvor so magistralen Manzato zwischen den Schonern.

Die ZSC Lions kamen zwar so noch zum hochverdienten Sieg, verschenkten wegen ihrer Ineffizienz aber einen Punkt. Schon in den letzten drei Partien (0:5 gegen Servette, 1:0 und 1:4 gegen Davos) hatten die Zürcher maximal ein Törchen erzielt. Owen Nolan brach nach 45 Minuten den Bann, als er den 45. Torschuss (!) unhaltbar ablenkte. Die Geste von Bengt-Ake Gustafsson nach dem 1:0 war wohl so zu deuten, dass dank dieses Tores gerade noch mal alles gutgehen würde. Denkste: Sechs Minuten später gelang Tim Bucher wie ein Blitz aus heiterem Himmel für die Lakers noch der Ausgleich.

Einbahnhockey in Zug

Zu einer einseitigen Angelegenheit geriet die Partie Zug - Biel (6:2). Schon nach 23 Minuten hatte der EVZ 3:0 geführt.

Die Partie bot zwar Einbahnhockey, aber selbst der klar überlegene EV Zug vermochte nicht restlos zu überzeugen. Die Innerschweizer suchten den Torerfolg oftmals zu kompliziert; der Zug aufs Tor fehlte Zug. Dafür funktionierte das Powerplay zur Zufriedenheit von Coach Douglas Shedden. Aus den ersten vier Möglichkeiten skorte Josh Holden zuerst per Ablenker das wegweisende 1:0 und zehn Minuten später das siegsichernde 3:0. Zwei Tore erzielte ausserdem Andy Wozniewski (2:0 und 4:0), ausserdem traf Björn Christen (5:0) und Damien Brunner (6:1).

Völlig harmlos trat Biel auf. Die paar hundert Plüschtiere, die nach Holdens Führungstor aufs Eis geworfen wurden (für einen guten Zweck), passten ausgezeichnet zur Bedrohung, die von der Offensive des EHC Biel ausging. Die Ehrentore gelangen Rico Fata und Kevin Lötscher erst im Finish, als die Partie längst gelaufen war.

National League A

Zug - Biel 6:2 (2:0, 2:0, 2:2)

Bossard. - 5427 Zuschauer. - SR Favre/Rochette, Arm/Küng.

Tore: 13. Holden (Diaz, Damien Brunner/Ausschluss Seydoux) 1:0. 17. Wozniewski (Casutt) 2:0. 24. Holden (Patrick Fischer II, Diaz/ Ausschluss Steinegger) 3:0. 39. Wozniewski (Di Pietro, Metropolit) 4:0. 42. Christen (Fabian Schnyder/Diaz/Ausschluss Wellinger) 5:0. 43. Fata 5:1. 59. Damien Brunner (Holden, Metropolit) 6:1. 60. Lötscher (Bordeleau/Ausschluss Patrick Fischer II) 6:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 10mal 2 Minuten gegen Biel.

PostFinance-Topskorer: Metropolit; Spylo.

Zug: Zurkirchen; Diaz, Oppliger; Wozniewski, Patrick Fischer II; Snell, Chiesa; Erni; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Christen, Metropolit, Casutt; Corsin Camichel, Rüfenacht, Sven Lindemann; Duri Camichel, Di Pietro, Fabian Sutter.

Biel: Marco Streit; Gossweiler, Steinegger; Kparghai, Seydoux; Brendan Bell, Wellinger; Bordeleau, Gloor, Fata; Lötscher, Miéville, Spylo; Zigerli, Schlagenhauf, Wetzel; Tschantré, Peter, Deny Bärtschi; Trunz, Haas.

Bemerkungen: Zug ohne Markkanen, Blaser und Fabian Lüthi, Biel ohne Schneeberger, Ehrensperger, Fröhlicher (alle verletzt), Berra, Nüssli (beide krank) und Curtis Brown (überzähliger Ausländer). - Pfostenschüsse: Damien Brunner (27.); Kparghai (48.).

ZSC Lions - Rapperswil-Jona 2:1 (0:0, 0:0, 1:1, 1:0) n.V.

Hallenstadion. - 8257 Zuschauer. - SR Peer/Reiber, Bürgi/Marti.

Tore: 46. Nolan (Seger, Pittis/Ausschluss Burkhalter) 1:0. 52. Bucher (Reid, Neff) 1:1. 63. (62:01) Ambühl (Monnet) 2:1.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 7mal 2 plus 10 Minuten (Andreas Furrer) gegen Rapperswil-Jona.

PostFinance-Topskorer: Pittis; Roest.

ZSC Lions: Flüeler; Seger, Daniel Schnyder; Cory Murphy, Pascal Müller; Geering, Stoffel; Schelling; Nolan, Pittis, Bastl; Patrik Bärtschi, Thomas Ziegler, Bühler; Down, Ambühl, Monnet; Krutow, Schäppi, Paterlini; Schommer.

Rapperswil-Jona: Manzato; Pöck, Maurer; Gmür, Sven Berger; Bucher, Andreas Furrer; Blatter; Nordgren, Roest, Hürlimann; Reid, Sirén, Neff; Truttmann, Burkhalter, Rizzello; Riesen, Grauwiler, Suri; Thibaudeau.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Adrian Wichser, Camperchioli (beide verletzt), Westcott und Sulander (beide überzählige Ausländer), Rapperswil-Jona ohne Gailland, Samuel Friedli, Geyer und Parati (alle verletzt). - Pfostenschuss Nolan (13.).

National League A

(si)

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