National League A: Lions wieder Leader
Aktualisiert

National League ALions wieder Leader

Im ersten Spiel nach der Länderspielpause übernahm der ZSC wieder die NLA-Leaderposition.
Der Meister besiegte Fribourg in der Verlängerung 2:1. Zug tauchte in Kloten nach einer 2:1-Führung ab und verlor 2:4. Biel beendete eine Serie von sechs Fehltritten mit dem 4:3 gegen Ambri.

National League A, vor- und nachgeholte Spiele

ZSC - Fribourg 2:1 n.V. (1:0/0:1/0:0/1:0)

Biel - Ambri 4:3 (3:1/1:1/0:1)

Kloten - Zug 4:2 (1:2/2:0/1:0)

Zürcher Overtime-Spezialisten

Die Lions beendeten das lange ungemütliche dritte Saisonduell mit Fribourg mit dem dritten Sieg. Den entscheidenden Treffer zum 2:1 markierte Domenico Pittis allerdings erst in der Verlängerung.

In der 62. Minute schlugen die Overtime-Spezialisten der Liga abermals zu. Pittis überlistete Fribourgs Keeper Caron mit einem «Lob» im Slot. Sieben ihrer acht Zusatzschichten haben die Zürcher Champions damit gewonnen. Coach Sean Simpson kommentierte den Pflichtsieg bissig: «Wir fanden nach der Nati-Pause den Rhythmus nicht richtig und unser Powerplay war katastrophal.»

Im Team der Lions sind an sich genügend Skorer vereint. Für einmal setzte die gut bestückte Offensive der Stadtzürcher aber fast keine Akzente. Während den ersten 60 Minuten fand nur Peter Sejna den Weg zum Tor. Die Führung der Lions glich Alain Reist mit einem harten Schuss ins Lattenkreuz aus. Der 20-jährige Goalie Lukas Flüeler, der dem finnischen Stammgoalie Sulander bereits zum 9. Mal vorgezogen wurde, war chancenlos - Fanghandseite hin oder her.

Fribourg überliess den Lions zu keinem Zeitpunkt der Partie freies Eis. Die Romands, die nach einem Absturz zuletzt wieder an Stabilität gewonnen haben, zwangen den ZSC mit ihrer aufsässigen Spielweise zu einer ungewohnt hohen Fehlerzahl. Und beim Titelhalter bewegten sich zu viele Akteure nur im Energiespar- Modus. Es war nicht der Abend der Sonderefforts, die soliden Freiburger Arbeiter bestimmten den bescheidenen Programminhalt.

Lings entscheidender Konter zum 4:2

Erstmals seit dem 17. Oktober hat Biel wieder gewonnen. 4:3 bezwang der EHCB das kriselnde Ambri-Piotta. Obschon Scarione in der 56. Minute mit seinem zweiten Tor den Rückstand abermals aufs Minimum reduzierte, liess sich Biel den Erfolg nach sechs Fehltritten in Serie nicht mehr nehmen.

Für Ambri begann die Partie mit reichlich Verspätung. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde führte Biel dank Treffern von Peter, Tschannen und Truttmann 3:0. Die Tessiner realisierten den Ernst der Lage (zu) spät. Erst als sie den Aufsteiger mit erheblich mehr Körperkontakten konfrontierten, feierten die Leventiner ein temporäres Comeback.

Mit dem 2:3 Naumenkos begann das Zittern der Einheimischen, denen die Kontrolle längst entglitten war. In der stärksten Phase der Gäste vermied Marco Wegmüller mit zahlreichen Paraden gar die mögliche Wende. Erst mit dem Konter-Tor des Kanadiers Ling entschärfte Biel die Lage nachhaltig.

Zug weiter auf dem Abstellgleis

Auch nach der ersten Länderspielpause geht der Tiefflug des EV Zug weiter. Die Zuger bezogen in Kloten nach einer 2:1-Führung mit 2:4 die vierte Niederlage hintereinander.

Zug führte bis zur 33. Minute, dann realisierten die Flyers innerhalb von 169 Sekunden den Umschwung. Victor Stancescu glich zuerst unmittelbar nach einer abgesessenen Strafe aus, dann brachte Radek Hamr in der 36. Minute Kloten mit dem zweiten Powerplaytor in Führung. Hamr zeigte eine starke Leistung. Im Schlussabschnitt besorgte er mit einem Solo über die gesamte Eisfläche und um fünf Zuger herum das siegsichernde 4:2.

Den Zugern blieben am Ende einmal mehr lange Gesichter. Sie dominierten die erste Spielhälfte, hätten klarer als 2:1 führen müssen und gingen am Ende leer aus. In den letzten vier Partien erzielten die Zuger bloss sechs Tore und nie mehr als zwei. Goalie Lars Weibel kam auf 24 Paraden und bloss auf eine Fangquote von 85,7 Prozent.

Telegramme:

ZSC - Fribourg 2:1 n.V. (1:0/0:1/0:0/1:0)

Hallenstadion. - 7023 Zuschauer. - SR Mandioni/Stricker, Bürgi/Kohler

Tore: 17. Sejna 1:0 (Gardner, Suchy) 1:0. 29. Reist 1:1

Strafen: mal 2 Minuten gegen den ZSC, mal 2 Minuten gegen Fribourg.

ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Suchy; Geering, Forster; Cadonau, Seger; Trudel, Pittis, Bühler; Gardner, Wichser, Sejna; Bastl, Monnet, Alston; Grauwiler, Gloor, Krutow.

Fribourg: Caron; Heins, Birbaum; Snell, Ngoy; Abplanalp, Reist; Collenberg; Law, Jeannin, Knöpfli; Neuenschwander, Meunier, Wirz; Sprunger, Bykow, Plüss; Vauclair, Montandon, Botter.

Bemerkungen: ZSC ohne Stoffel, Schnyder, Kamber (alle verletzt), Sulander (überzählig), Fribourg ohne Chouinard, Mowers, Seydoux (alle verletzt), Ulmer (überzählig).

Kloten - Zug 4:2 (1:2/2:0/1:0)

Kolping-Arena. - 3951 Zuschauer. - SR Eichmann, Wehrli/Wirth

Tore: 4. Di Pietro (Brunner) 0:1. 6. Curtis Brown (Winkler, Sven Lindemann/Ausschluss Isbister) 1:1. 11. Fabian Schnyder (Steinmann, Patrick Fischer) 1:2. 33. Stancescu (Curtis Brown, Winkler) 2:2. 36. Hamr (Wick, Rintanen/Ausschluss Isbister) 3:2.

PostFinance- Topskorer: Rintanen; Patrick Fischer.

Kloten: Rüeger; Schulthess, Hamr; Winkler, von Gunten; Sidler, Du Bois; Julien Bonnet, Welti; Wick, Santala, Rintanen; Stancescu, Brown, Sven Lindemann; Walser, Liniger, Jenni; Kellenberger, Schlagenhauf, Jacquemet.

Zug: Weibel; Diaz, Back; Dupont, Harrison; Dominic Meier, Kress; Bianchi, Maurer; Isbister, Holden, Oppliger; Di Pietro, Patrick Fischer, Brunner; Christen, Duri Camichel, Corsin Camichel; Casutt, Steinmann, Fabian Schnyder.

Bemerkungen: Kloten ohne Rothen (gesperrt) und Hofer, Zug ohne Patrick Sutter und McTavish (alle verletzt). - Pfostenschuss Isbister (9.).

Biel - Ambri 4:3 (3:1/1:1/0:1)

Eisstadion. - Zuschauer. - SR Reiber/Stalder, Mauron/Schmid

Tore: 6. Peter (Bärtschi) 1:0. 11. Tschannen (Küng, Wetzel) 2:0. 16. Truttmann (Kparghai, Tschantré) 3:0. 18. Sciaroni (Bianchi, Micheli) 3:1. 32. Naumenko (Duca/Ausschlüsse Reber und Hill) 3:2. 37. Ling (Nüssli, Reber) 4:2

Strafen: mal 2 Minuten gegen Biel, mal 2 Minuten gegen Ambri.

Biel: Wegmüller; Gossweiler, Hill; Reber, Meyer; Kparghai, Steinegger; Ling, Fata, Nüssli; Ehrensperger, Peter, Bärtschi; Truttmann, Himelfarb, Tschantré; Tschannen, Wetzel, Küng.

Ambri-Piotta: Croce; Naumenko, Horak; Bundi, Kutlak; Stephan, Marghitola; Clarke, Murovic, Sonnenberg; Duca, Stirnimann, Demuth; Sciaroni, Bianchi, Micheli; Christen, Schönenberger, Walker.

Bemerkungen: Biel ohne Beccarelli, Schneeberger (beide verletzt), Neff (krank), Ambri ohne Bäumle, Westrum (beide verletzt). 16. Timeout Ambri.

LIVE-TICKER

ZSC - Fribourg 2:1 n.V. (1:0/0:1/0:0/1:0)

62. Tor für den ZSC! Pittis bezwingt Caron mit einem lockeren Lupfer. Caron rudert hilflos und schaufelt sich die Scheibe beinahe selbst ins Netz. Der ZSC gewinnt und bekommt den Extrapunkt gutgeschrieben.

61. Der ZSC macht gleich zu Beginn Druck.

60. Das wars. Die Mannschaften werden in der Verlängerung um den Extrapunkt kämpfen.

60. Meunier wandert in die Kühlbox. 32 Sekunden noch bis zur Verlängerung.

58. Fribourg macht Druck. Law trifft den Pfosten!

57. Fribourg ist wieder komplett, schon muss der nächste Spieler auf die Strafbank. Es hat Jan Alston vom ZSC getroffen.

55. Andrei Bykov geht 2+10 Minuten auf die Bank, wegen einnem Check gegen den Kopf von Geering.

54. Erneut spielen nur vier gegen vier Spieler. Nach einer kleinen Rangelei wurden je ein Spieler ausgeschlossen.

50. Geering mit einem Slapshot knapp nach der blauen Linie. Caron fängt den Puck souverän.

50. Überzahlspiel für die Lions. Bereits das sechste am heutigen Abend. Der ZSC wirkt aber nicht wirklich gefährlich.

48. Das Spiel plätscher vor sich hin. Beide Mannschaften wirken fahrig.

45. Der ZSC tut sich weiter schwer. Bereits in der Abwehr lässt er zu viele Puckverluste zu.

44. Fribourg ist stärker aus der Kabine gekommen und macht im Moment den Lions die Hölle heiss.

41. Das letzte Drittel beginnt. Fribourg zu Beginn noch in Unterzahl.

40. Das wars vom zweiten Drittel. Fribourg kann dem ZSC weiterhin trotzen. Es steht 1:1.

40. Alain Birbaum muss raus. Er hat gehalten.

37. Bykov und Sprunger ziehen zusammen aufs Tor. Bykov allerdings zu eigensinnig. Im 4 gegen 4 können sich die Fribourger aber Vorteile verschaffen.

35. Jetzt erwischt es Pittis: Auch der Zürcher hat gehalten. 4 gegen 4 auf dem Eis.

35. Jeannin hält und wandert prompt auf die Strafbank. Überzahl nochmals für den ZSC.

33. Der ZSC rennt jetzt wütend an. Der Ausgleich hat Wirkung gezeigt. Vor allem Wichser, Sejna und Gardner sind gefährlich.

29. Tor für Fribourg! Alain Reist klebt die Scheibe unter die Latte - das 1:1. Flüeler sah beim Treffer nicht gerade sicher aus - die Sicht war ihm allerdings verdeckt.

26. Sejna kommt aus der Kühlbox, just als Gardner und Wichser kontern. Drei gegen Eins-Situation, trotzdem können die Zürcher nicht scoren.

24. Zwei Minuten für Sejna. Können sich die Fribourger ein bisschen aus der Zürcher umklammerung lösen? Pittis und Trudel sorgen beinahe für einen Shorthander.

24. Suchy bedient Blindenbacher, doch der scheitert am kanadischen Hüter von Fribourg.

23. Sejna und Bastl scheitern kurz hintereinander an Caron.

21. Das zweite Drittel hat begonnen. Freiburg mit einem fulminanten Start - aber Flüeler weiterhin in bestechender Form. Lwas hatte ihn getestet.

20. Das wars vom ersten Drittel. Der ZSC geht mit einer 1:0-Führung in die Kabine.

20. Gestocher vor Flüeler. Der junge ZSC-Hüter behält die Übersicht und seinen Kasten rein.

18. Tor für den ZSC! Petr Sejna kann zur Führung einschieben. Vorher waren zwei Zürcher an Caron oder der eigenen Präzision gescheitert.

15. Mike Knöpfli profitiert von einem Lapsus von Blindenbacher und kann beinahe einen Shorthander erzielen. Nur Flüeler stand wieder Mal goldrichtig.

14. Gil Montandon muss auf die Strafbank. Vielleicht kann der ZSC seine zweite Überzahl ausnutzen.

11. Ellbogencheck von Heins. Jetzt ist der ZSC ein erstes Mal in Überzahl.

8. Druckphase der Lions jetzt. Nur mit Mühe kann sich Fribourg aus dem eigenen Drittel befreien.

4. Die ersten Minuten gehören bisher den Fribourgern. ZSC-Hüter Flüeler musste bereits einige Male einschreiten.

3. Das Boxplay der Zürcher hat funktioniert, Fribourg konnte keinen Profit aus der Überzahl schlagen.

1. Herzlich Willkommen zum LIVE-TICKER der Partie ZSC gegen Fribourg. Gleich nach 38 Sekunden muss Cyrill Bühler auf die Strafbank - wegen Beinstellens.

Biel und Ambri sind im Moment die schlechtesten Teams der Liga. Aus den letzten sechs Runden konnten die Seeländer ganze zwei, der HC Ambri-Piotta gerade mal drei Punkte einfahren. Wer heute verliert tut das nicht nur gegen einen direkten Konkurrenten im Strichkampf – es ist ein sogenanntes Vierpunktespiel – bei der bestechenden Form von Kellerkind Rapperswil Jona läuft man zusätzlich Gefahr, bald schon die Rote Laterne zu übernehmen.

Mit Zug und Freiburg stehen zwei weitere Teams im Formtief im Einsatz. Fribourg muss in Zürich in die Hosen steigen. Zug trifft auf die schnellen Flyers. Gewinnt der ZSC zuhause gegen Fribourg grüssen die Zürcher von der Tabellenspitze – wenigstens bis Freitag, dann kann Davos das Szepter wieder in die Hand nehmen.

(tog/si)

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