Littelfuse AG vor dem aus

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Littelfuse AG vor dem aus

Der Littelfuse AG, Herstellerin für elektronische Sicherungen, droht die Betriebsschliessung. Alle 42 Angestellten würden ihren Arbeitsplatz verlieren, teilte das Unternehmen mit.

Das Konsultationsverfahren für Massenentlassungen wurde bereits eingeleitet. Die Grenchner Stadtregierung zeigte sich enttäuscht.

Die oberste Leitung der Littelfuse Automotive Division in den USA ziehe nach eingehender Prüfung der weltweiten Fertigungsstandorte für Automobilsicherungen eine Restrukturierung in Erwägung, hiess es am Freitag. Zu diesen Überlegungen zähle auch die Schliessung des Werkes in Grenchen. Von dieser Massnahme wären alle 42 Angestellten betroffen. Sollte es zu Entlassungen kommen, werde Littelfuse seine soziale Verantwortung wahrnehmen, hiess es. Wie Geschäftsleiter Reto Schenker sagte, ist der Schliessungsentscheid noch nicht definitiv. Das Konsultationsverfahren sei aber bereits eingeleitet worden.

Die Stadtregierung Grenchen nahm den Entscheid mit Bedauern und Überraschung auf. Die Stadtbehörden seien ohne vorherige Information vor vollendete Tatsachen gestellt worden, teilte Stadtpräsident Boris Banga mit. Diese Vorgehensweise sei sehr enttäuschend. Die Konsultationsfrist müsse nun von Littelfuse sowie den Behörden und Gewerkschaften genutzt werden, um über Alternativen nachzudenken.

Die Littelfuse in Grenchen ist eine 100-prozentige Tochter des gleichnamigen US-Unternehmens mit Hauptsitz in Des Plaines im Bundesstaat Illinois. 2002 erzielte das weltweit tätige Unternehmen einen Umsatz von 283 Millionen Dollar und einen Gewinn von 9,6 Millionen Dollar. 2003 wurden bis im dritten Quartal weitere Zuwächse erzielt. (dapd)

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