Aktualisiert 03.11.2009 19:46

Cham­pions League«Liverpool holt den Sieg in Lyon»

Philipp Degen (26) stand zwar gegen Fulham (1:3) erstmals nach 16 Monaten in Liverpools Startelf in der Premier League. Doch gegen Lyon sitzt der Verteidiger nur vor dem TV.

von
Andy Huber

Philipp Degen, für Liverpool kommts am Mittwoch in Lyon zu einer wegweisenden Partie – und Sie sind nicht dabei.

Phillip Degen: Ich bin für die Cham­pions League nicht gemeldet – leider. Zumal ich nach meinem Katastrophenjahr mit all den Verletzungen endlich nahe an ­einem Stammplatz bin.

Wie beurteilen Sie die Ausgangslage?

Wegen all den Verletzten – auch Steven Gerrard fehlt – müssen wir in Frankreich mit einer Rumpftruppe ran. Auch deshalb hätte ich dem Team gerne ­geholfen. Trotzdem, meine Kollegen werden den nötigen Sieg auch so holen – davon bin ich überzeugt.

Verliert Ihr Trainer Rafael Benitez diese Partie, dürfte es eng für ihn werden, ­zumal es auch in der Meisterschaft ­alles andere als rund läuft: Sechs der sieben letzten Pflichtspiele gingen verloren. Was ist der Grund für die Krise?

Natürlich bringen wir momentan nicht die gewünschten Resultate. Liverpool hat den Anspruch, an der Spitze zu ­stehen. Und natürlich kommen jetzt alle Kritiker aus ihren Schlupflöchern gekrochen und wissen es besser. Wir lassen uns dadurch nicht beein­drucken und arbeiten hart weiter. Die Stimmung in der Mannschaft ist jedenfalls gut und der Trainer macht wie gewohnt einen souveränen Eindruck. Ich meinerseits kann nur das tun, was ich schon immer gemacht habe: Vollgas geben!

Liverpool hat gegen Ihren Platzverweis gegen Fulham Rekurs eingelegt. Mit wie vielen Sperren rechnen Sie?

Erst muss ich sagen, dass es die erste rote Karte meiner Karriere war. Und da ich Gegenspieler Dempsey nicht mal berührt habe, kann man von einem Fehlentscheid des Schiris sprechen. Das beweisen auch die TV-Bilder. Jetzt hoffe ich darauf, dass ich freige­sprochen werde und die Rote in eine Gelbe umgewandelt wird.

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