Liverpool: Rotlichtmilieu soll in staatliche Hand
Aktualisiert

Liverpool: Rotlichtmilieu soll in staatliche Hand

Als erste britische Stadt hat Liverpool die Einrichtung eines staatlich gemanagten Rotlichtbezirks beschlossen.

Vorbild ist die niederländische Stadt Utrecht.

Nach diesem Beispiel soll in der nordwestenglischen Stadt ein Bereich ausgewiesen werden, in dem Prostituierte legal ihrer Arbeit nachgehen können, wie eine Sprecherin der Stadtveraltung mitteilte. Dieser soll leicht für Autos und öffentliche Verkehrsmittel zugänglich sein und gute Parkmöglichkeiten bieten.

Polizeistreifen, Überwachungskameras und Kontrollen an den Ein-

und Ausgängen sollen für Sicherheit sorgen. Auch ein Gesundheitsheitszentrum soll auf dem Gelände errichtet werden.

Die Liverpooler Stadtoberen versprechen sich von dem Liebesgewerbegebiet mehr Sicherheit für die Prostituierten und hoffen, ihnen besser beim Ausstieg aus dem Milieu helfen zu können. Noch ist nicht klar, wo der offizielle Rotlichtbezirk entstehen soll.

Forscher der Liverpooler Universität schlugen aber bereits zwei Gelände in der Stadt vor. Damit der Plan in die Tat umgesetzt werden kann, müsste allerding das britische Recht geändert werden. Das Innenministerium in London teilte mit, es prüfe bereits entsprechende Schritte.

(sda)

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